Montag, 21.09.2020
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Lechner Lechner Schallhammer - urban planning/architecture/interior design, Salzburg

Anerkennung

Konsulenten: BAUCHPLAN, Landschaftsarchitektur und -urbanismus, Wien
Kennnummer: 2
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Bewertung des Preisgerichts:

Ein leicht mäandrierender, 4-geschoßiger Riegel entlang der Ostgrenze und ein weiterer Riegel im Norden rahmen einen so genannten „Gartenhof“. Darin befinden sich vier clusterförmig organisierte Punkthäuser, die vier Hausgruppen mit einer gemeinsamen Erschließung bilden. Dadurch entstehen zwei stark differenzierte Räume - der Gartenhof mit einer Heckenlandschaft und der Flussbachpark mit einem Lärmschutz-Erdwall. Das Projekt behandelt explizit und differenziert die Qualität des Freiraums, insbesondere im Bereich des Gartenhofs. Durchwegungen, gemeinschaftliche und private Zonen sind aus einer Heckenlandschaft herausgeschnitten und bilden „grüne Zimmer“ mit hoher Aufenthaltsqualität.
Das vorgeschlagene Freiraumgerüst integriert die privaten Bereiche elegant neben gemeinschaftlichen
Nutzungen und Durchwegungen, und bietet damit eine attraktive Alternative zum Charakter des Siedlungsgrüns einer Wohnanlage. Die Positionierung der Gemeinschaftsräume an den Köpfen wird kontroversiell diskutiert: Einerseits kann die Schwellenpositionierung positiv für die Integration der Anlage in ihr neues Umfeld sein. Andererseits sind die Gemeinschaftsräume dennoch eindeutig der Anlage selbst zuzuordnen. Ihre Randlage wirkt daher für einige Jurymitglieder deplatziert. Die abschottende Position des Nordriegels wirkt sich nachteilig auf die Integration des Quartiers Richtung
Norden aus. Die auf den ersten Blick gegebene Benachteiligung der Wohnungen im mäandrierenden Wohnriegel wird durch die Organisation der Grundrisse und Orientierung der Wohnungen aufgehoben: Im EG sind die Wohnungen des Riegels durchgesteckt, die Ostseite ist durch den Erdhügel schallgeschützt. In den Obergeschoßen des Riegels schafft die Laubengangerschließung großteils ruhige, südwestorientierte Wohntypen mit Blick über den Gartenhof. Die Wohnungen der Punkthäuser sind zweiseitig orientiert, trotz der dichten Stellung kommt es zu keinen wesentlichen Blickeinschränkungen.
Die exponierte Erschließung der Punkthäuser über verbindende Decks wirft die Frage nach einer geschützten Zugänglichkeit der Wohnungen auf und die damit verbundenen Konsequenzen für deren architektonische Erscheinung. Damit einhergehend wird die Frage nach einer Differenzierung der Hausgruppen aufgeworfen: Die im Projekttext vorgeschlagene Farbgebung der Eingangsbereiche erscheint als wenig überzeugendes Mittel.

Werkliste der Planer:

Lechner Lechner Schallhammer - urban planning/architecture/interior design, Salzburg

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Bewerberinformation (pdf, 458KB)
Architektenwerkvertrag (pdf, 383KB)
Lage- und Höhenplan (pdf, 2MB)
Luftbild Blick von Norden (pdf, 850KB)
Luftbild Blick von Osten (pdf, 915KB)
Luftbild Blick von Süden (pdf, 875KB)
Luftbild Blick von Westen (pdf, 850KB)
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