Montag, 26.10.2020
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Realisierungen | Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs 2012 | Arch. DI Udo Heinrich, Salzburg

Arch. DI Udo Heinrich, Salzburg

Auszeichnung

Kennnummer: 5
Mitarbeiter: Johanna Herzog
Arch. DI (FH) Ursula Heinrich
allee 42 Landschaftsarchitekten_Salzburg

Bauherr: Salzburger Lokalbahnen, Salzburg AG
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Lokalbahn Lamprechtshausen, Bild 1, Foto: Kurt Kuball, Wien


Lokalbahn Lamprechtshausen, Bild 2, Foto: Kurt Kuball, Wien




Bewertung des Preisgerichts:

Lokalbahnhof Lamprechtshausen, Salzburg:

Seit 1896 ist Lamprechtshausen die nördliche Endstation der Salzburger Lokalbahnen. Die ursprüngliche Verlängerung bis Braunau wurde nie realisiert. Sie war aber Anlass für die etwas vom Ortzentrum entfernte Lage des Bahnhofs, der sich zu einer Verkehrsdrehscheibe für Pendler aus dem nördlichen Flachgau und dem Innviertel nach Salzburg entwickelte. Um den Komfort für die Fahrgäste zu erhöhen entwickelte das Bahnunternehmen gemeinsam mit dem Architekten (den man als Projektleiter der Lokalbahnstation beim Salzburger Hauptbahnhof in guter Erinnerung hatte) ein neues Bahnhofskonzept, das dem Stellenwert der Station Rechnung trägt. Indem die Funktionen Bahnhof und Remise kombiniert wurde, konnte der Bahnsteig 300 m näher an den Ort herangerückt werden. Wie Kiemen schotten plastisch geformte, bewachsene Betonwände an der Nordseite den Bahnhof vom angrenzenden Gewerbegebiet ab, zum Vorbereich und zum Ort hin ist die Halle verglast und damit auch bei Dunkelheit gut einsehbar. Oberlichten und ein ausgeklügeltes Kunstlichtkonzept tragen zu allen Tages- und Jahreszeiten zum Sicherheitsgefühl bei. Das auskragende Dach, der begrünte Straßenraum davor und sämtliche Ausstattungsdetails von den Sitzmöbeln bis von den Fahrradständern sind Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Kunden. Die Personal- und Nebenräume sind in einem niedrigen Trakt aus rotem Beton im Osten unter die Halle eingeschoben und auch in diesen nicht öffentlich zugänglichen Bereichen wurde mit hoher Ausstattungs- und Detailqualität gearbeitet. Die seit Inbetriebnahme des Bahnhofs steigenden Fahrgastzahlen sind ein eindrucksvoller Beweis für die Berechtigung qualitätsbewusster Baumaßnahmen. Es zeichnet sich bereits ab, dass der Bahnhof auch zum Inkubator für eine Siedlungsentwicklung in Bahnnähe werden könnte. Ganz gewiss taugt er als vorbildliches Modell für unzählige verbesserungswürdige Bahnstationen in unserem Land.

Werkliste der Planer:

Arch. DI Udo Heinrich, Salzburg

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Ausschreibung ZV-Bauherrenpreis 2012 (pdf, 32KB)
Datenblatt ZV-Bauherrenpreis 2012 (pdf, 766KB)
Broschüre ZV-Bauherrenpreis 2012 (pdf, 2MB)
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