Freitag, 22.01.2021
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Realisierungen | Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs 2015 | STUDIOVLAY, Wien; Riepl Kaufmann Bammer Architektur, Wien; Arch. Univ.-Prof. em. DI Klaus Kada, Graz

STUDIOVLAY, Wien; Riepl Kaufmann Bammer Architektur, Wien; Arch. Univ.-Prof. em. DI Klaus Kada, Graz

Auszeichnung

Konsulenten: Bauherrin: win4wien Bauträger, Wien
Kennnummer: 1
Mitarbeiter: Landschaftsarchitektur: Rajek Barosch Landschaftsarchitektur, Wien
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Bewertung des Preisgerichts:

Wohnanlage "Wohnzimmer Sonnwendviertel", Wien

Sieben Komponenten beeindrucken an dem neuen Viertel am Hauptbahnhof:
Erstens das Aufbrechen der im Masterplan vorgesehenen Randbebauung, um die 450 Wohnungen fassende Anlage intensiv mit den umgebenden Stadtteilen zu verbinden. Zweitens die Strategie innerhalb des Gebietes keine Grundstücksteilungen (wie üblich) vorzunehmen und damit kooperativ eine zusammenhängende, stadträumliche (!) Planung zu ermöglichen. Drittens die Integration großzügiger sozialer und öffentlicher Einrichtungen in dem auf diese Weise aktiv gemachten Binnenraum – vom Bauträgerkonsortium mit den PlanerInnen im Wettbewerb gemeinsam entwickelt,
in der Finanzierbarkeit vereinbart, abgesichert. Viertens das Angebot von Schwimmbad und Sauna, Heimkino, Gemeinschaftsküche, Musikraum, Fahrradwerkstatt, Indoor-Spielplätzen, Café, Kindergarten, Martktstand, Rasen- und Terrassenflächen als bewusste Kompensation des Trends zu heute deutlich kleineren (leistbaren) Wohnungen – und als soziales Raum- und Funktionsangebot für die ganze Quartiers-Gemeinschaft. Fünftens die Situierung vieler dieser Nutzungen in den mittleren Etagen der wie große Möbel an der Südseite gruppierten Solitär-Trakte und deren Verbindung über Brücken
untereinander und zu den äußeren Wohntrakten, sodass innerhalb der Anlage die Wege von unteren und oberen Etagen sich ausgleichen und sich auch eine räumlich einmalige, barrierefreie Flanierzone über den ganzen Hof eröffnet. Sechstens die Umsetzung all dessen, bei heute im sozialen
Wohnbau gegebenen Limits und Reibungsverlusten, auf dem weitgehend von den Architekten definierten Detailniveau. Siebentens schließlich – bis auf das extern betriebene Bad und
Café – die gemeinsame Verwaltung und „Buchung“ der Zusatzräume durch ein intelligentes, auch im Quartier verortetes Betriebssystem. Wenn demgegenüber anzumerken ist, dass die Baudichte im
Maximum ausgereizt erscheint, deshalb einzelne Wohnungen in Souterrain- oder Ecklagen weniger attraktiv sind und der Sprecher der Bauträger bei der Besichtigung etwas „postnatale“ Ermüdung durchklingen ließ – die Jury erachtet die hier im Team formulierten Ansätze für zeitgemäße urbane Wohnquartiere städtebaulich und sozialräumlich als modellhaft und absolut weiter verfolgenswert.

Werkliste der Planer:

STUDIOVLAY, Wien
Riepl Kaufmann Bammer Architektur, Wien
Arch. Univ.-Prof. em. DI Klaus Kada, Graz

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Ausschreibung ZV-Bauherrenpreis 2015 (pdf, 3MB)
Datenblatt ZV-Bauherrenpreis 2015 (pdf, 758KB)
Broschüre ZV-Bauherrenpreis 2015 (pdf, 4MB)
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