Freitag, 28.02.2020
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Entscheidungen | Erweiterung und Funktionssanierung BR/BRG Sillgasse Innsbruck | SOLID architecture ZT GmbH, Wien

SOLID architecture ZT GmbH, Wien

1. Rang, Gewinner, 1. Preis, Preisgeld EUR 26.000,-

Kennnummer: 74
Mitarbeiter: Arch. Dipl.-Ing. Christine Horner
Arch. Dipl.-Ing. Christoph Hinterreitner
Dipl.-Ing. Tibor Tarcsay
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Modellbild, BG/BRG Sillgasse, SOLID


Plan, BG/BRG Sillgasse, SOLID (pdf, 8MB)
Erläuterungsbericht, BG/BRG Sillgasse, SOLID (pdf, 417KB)

Bewertung des Preisgerichts:

Städtebau:
Das Projekt überzeugt durch seine kluge städtebauliche Einbettung der Baukörper in ein heterogenes,innerstädtisches, sehr dichtes und verkehrsbelastetes Grundstück. Hiezu werden einerseits die chronologisch in Etappen entstandenen Bestandsgebäude der Schule zur Gänze abgerissen, andererseits die Blockrandverbauung neu interpretiert: Die durch Verschränkung mit dem Stadtraum entstehende Dreiteiligkeit definiert die jeweils angrenzende städtebauliche Situation neu:
- Entlang der Sillgasse bleibt die Gebäudeflucht zugunsten eines breiteren Gehsteigs zurück und erlaubt durch Verschwenkung eine atmosphärische und tatsächliche Aufweitung, wobei der Blick auf das Palais Pfeiffersberg freigestellt wird und ein von der Sillgasse weggedrehter überdeckter Eingangsbereich mit einer grosszügigen Vorzone am Platz entsteht.
- Im unmittelbaren Platzbereich wird ein zweiter überdeckter Eingang angeboten, der besonders den erdgeschossig angelagerten Funktionen der Nachmittagsbetreuung zugeordnet ist. Die trapezförmigen Einschnitte in die Fassade stellen einen Bezug mit der Massstäblichkeit des Gegenübers her,
und haben gleichzeitig räumliche Aufwertungen im Innenbereich zur Folge.
- Schließlich gelingt es durch einen neuerliche Baulinienknick eine weitere Stirnfassade freizustellen und somit eine tatsächliche platzartige städtebauliche Figur neu zu definieren, die durch eine Aufweitung im
Verbindungsbereich Paul-Hofhaimergasse zusätzlich aufgewertet wird.
- Durch diese Massnahmen werden auch im Innenhofbereich Aufweitungen erreicht und auch optische Querdurchlässigkeit in allen Geschossen ermöglicht.

Architektonische Kriterien:
Die Segmentierung des Gebäudekörpers bewirkt einen vielfältigen räumlichen Eindruck, der sich sowohl nach Aussen, als auch durch dreidimensionale Erlebbarkeit des Innenraumes als erfolgreich bestätigt. Die Ausbildung von Sitzerkern, die sich sowohl im Bereich der Klassen als auch der
Sonderräume in der Fassade abzeichnen, wird funktional begrüßt, der Gesamteindruck der Fassade als noch nicht hinreichend entwickelt beurteilt. Das Layout der Grundrisse hebt sich deutlich vom klassischen Gangsystem ab und bietet somit Raum für innovative pädagogische Lehransätze und
Aufenthaltsqualitäten.

Funktionale Kriterien:
Insgesamt stellt sich der Entwurfsansatz als funktional gelungen dar:
- Im Erdgeschoss werden Funktionen der Nachmittagsbetreuung, einschließlich Bewegungsraum, Bibliothek und Mehrzweckraum angeboten, jeweils durchgesteckt vom Platzraum zum Innenhof.
- Bibliothek und Mehrzweckraum lassen sich jedoch auch problemlos außerschulisch nutzen, werden von Platz, Eingängen und Aula umschlossen und bieten nach aussen das Bild einer belebten Erdgeschosszone.
- In den einzelnen Geschossen bilden die beiden äusseren Gebäudeteile in allen Geschossen jeweils die Cluster, die sich nicht nur durch besondere Flexibilität auszeichnen, sondern auch jegliche Gangassoziation räumlich vermeiden und funktional von Durchgangserschließung freihalten.
- Die den Clustern im Innenhof vorgelagerten Freiklassen werden zusätzlich positiv gesehen.
- Sondernutzungen und LehrerInnenbereich sind im mittleren Bauteil untergebracht und der mit Luftraum ausgestatteten Haupttreppe angebunden. Diese Treppe (inkl. Lift) erschließt auch die beiden im 2.Untergeschoss angeordneten Turnsäle , die durch Oberlichtbrunnen im Innenhof natürlich
belichtet werden. Die Strukturierung und Gestaltung des Innenhofes mit spezifischer Aufenthaltsqualität ist dadurch mitdefiniert.

Ökonomische Qualitäten:
Das Projekt lässt aufgrund seiner Flächeneffizienz bei gleichzeitig nachhaltiger Nutzungsrobustheit einen ökonomischen Lösungsansatz erkennen und wird im Rahmen des vorgegeben Budgets abgehandelt.

Werkliste der Planer:

SOLID architecture ZT GmbH, Wien

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Ausschreibung BG/BRG Sillgasse (pdf, 729KB)
TeilnehmerInnenanmeldung BG/BRG Sillgasse (docx, 421KB)
Juryprotokoll BG/BRG Sillgasse (pdf, 597KB)
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