Donnerstag, 15.04.2021
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Entscheidungen | Eishalle Graz - Zubau | MA-Quadrat.AT Mariacher & Partner ZT KG, Graz

MA-Quadrat.AT Mariacher & Partner ZT KG, Graz

1. Rang, Gewinner, 1. Preis, EUR 7.000,-

Kennnummer: 13
Kennwort: 010515
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Modellbild


Eishalle Graz_P 13_MA Quadrat AT Mariacher_Plakate (pdf, 3MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Das Projekt besticht durch seine außerordentlich klare Analyse der Differenz, von der den Denkmalschutz begründenden Ursprungssituation und den neuen, in die Zukunft gerichteten Anforderungen. Aus dieser Analyse werden Potenziale entwickelt, die das Projekt in voller Tragweite auszuloten vermag. Dies beginnt mit der Akzeptanz der Tatsache, dass die ehemals dramatisch auf den signifikanten A-Stützen freigestellte Nordfront weder rekonstruiert noch durch gestalterische Maßnahmen als teilexistent suggeriert werden kann. Stattdessen fiel die Entscheidung, die prominenten A-Stützen vollkommen zu „inhalieren“ und dem Innenraum zuzuordnen. Das Gebäude selbst wird folgerichtig als eleganter Verschluss der Halle gedacht, der seine Physiognomie aus der Geometrie des zweiachsig gekrümmten Hallendaches ableitet. Dabei wird, der Logik des Daches folgend, dessen Krümmung nicht bloß weitergeführt, sondern eine Gegenkrümmung gegründet, die dem Zubau einen höchst eleganten „Schliff“ verleiht. Zum Bestand hin entsteht eine umlaufende, klar definierte Fuge, die Tages- und/oder Kunstlicht nach innen bringen kann. Die inneren Beine der A-Stützen werden vollkommen freigestellt. In einer parallelliegenden Ebene ist eine durchgehend dahinterliegende Glasfront angeordnet. Diese ist in der Lage, ein adäquates und kräftiges Gegenüber zur Haupttribüne zu bilden. Der Härte und Modernität des Eishockeysports wird dadurch Ausdruck verliehen. Hinter dieser Glaswand sind die äußeren Beine der Stützen voll spürbar und in die Publikumsbereiche prominent integriert. Die Anlage ist dreigeschossig und erfüllt die Erwartungen der Betreiber optimal. Die Situierung der Tribünen auf zwei Ebenen ist klug gewählt, die Sichtlinien zur Eisfläche sind nachgewiesen. Insgesamt ist das Projekt ein schönes Beispiel, wie die Schutzwürdigkeit eines Baudenkmals trotz neuer Nutzungsanforderungen auf eine neue Ebene gehoben und genau dadurch kompromisslos erhalten werden kann.
Barrierefreies Bauen:
Positiv werden die entkoppelte Erschließung der barrierefreien Rollstuhlplätze sowie die Verteilung und Erreichbarkeit der barrierefreien WC’s gesehen. Die Sichtbeziehungen der Rollstuhlplätze in der Randzone (bei der Verschneidung) sind zu überprüfen und zu gewährleisten.

Werkliste der Planer:

MA-Quadrat.AT Mariacher & Partner ZT KG, Graz

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