Montag, 06.04.2020
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Entscheidungen | Gestaltung Smart City Waagner-Biro - Öffentlicher Raum | Hohensinn Architektur, Graz; Freiland Umweltconsulting ZT GmbH, Wien

Hohensinn Architektur, Graz; Freiland Umweltconsulting ZT GmbH, Wien

1. Rang, Gewinner, Preisgeld EUR 35.000,-

Kennnummer: 6
Kennwort: WM1225
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Bewertung des Preisgerichts:

Das Projekt tritt primär mit den Vorschlag an, durch ein einheitliches Farbkonzept über verschiedene Elemente diesem Smart City Gebiet eine Identität zu verleihen. Dies passiert auf unterschiedliche Art und Weise, durch Querstreifen in der Straßenachse in vorbestimmten Bereichen und durch die Farbgebung bei der Möblierung. Eine Spirale im östlichen Bereich des Parks soll ebenfalls in dieser einheitlichen Farbe zwischen den Niveaus filigran vermitteln.
Ein geschlossenes Grünkonzept zieht sich generell über das gesamte Planungsgebiet und verdichtet sich in den Parks, auf den Plätzen und partiell auf der Achse. Die Parkgestaltung besticht durch die Einführung von Teilräumen, die unterschiedliche Raumqualitäten beinhalten. Bei dieser Gliederung wird auf den menschlichen Maßstab Bezug genommen. Positiv gesehen wird, dass die Gliederung des Parks einmündende Achsen aufnimmt. Die Anordnung von zwei Wasserflächen in angemessener Größe wird vorteilhalft gesehen. Sehr diffizil wird die Abgrenzung des Parks zu den angrenzenden öffentlichen und privaten Flächen vorgenommen. Durch diese räumliche Aufgliederung entstehen im Inneren gut bespielbare Flächen. Dies wird durch Absenkungen zusätzlich unterstrichen.
Die Spirale im Osten erfüllt ihren Zweck und belässt den Park in der ebenen Fläche. Die Ausführung der Spirale stellt jedoch keine zwingende Notwenigkeit für die Qualität dieses Parkraums dar. Ihre Ausführung wird bedarfsabhängig sein. Auch für die zwei kleinen Parks entlang der Waagner-Biro-Straße liegen Konzepte vor.
Der grüne Bahntrassenpark ist in Hinblick auf seine geringe Breite angemessen gestaltet und strukturiert. Ein (Hunde-) Spazierweg ist angedacht. Die Platzflächen im nördlichen Bereich des Planungsgebietes werden zwar durch eine Oberflächengestaltung zusammengefasst, die Einbindung der angrenzenden Straßenfläche gelingt jedoch nur mangelhaft. Ob die farbigen Markierungen im Straßen- und Gleisbereich möglich bzw. zulässig sind wird bezweifelt. Im Bereich des zentralen Platzes ist die Möblierung bzw. Grünausstattung in einem solchen Ausmaß vorgesehen, dass eine Multifunktionalität kaum mehr gegeben scheint. Die Lage des Wasserbeckens verstärkt diese Funktionseinschränkung.
Das Preisgericht empfiehlt die zentrale Parkanlage, die zwei kleinen Parks an der Waagner-Biro-Straße und den Bahntrassenpark zur weiteren Bearbeitung und Umsetzung. Desgleichen empfiehlt das Preisgericht, die Idee einer schnell umsetzbaren Identitätsstiftung durch eine einheitliche Farbintervention weiter zu verfolgen.

Werkliste der Planer:

Hohensinn Architektur, Graz
Freiland Umweltconsulting ZT GmbH, Wien

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