Freitag, 03.12.2021
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Realisierungen | SchloßbergMuseum Graz | STUDIO WG3 ZT KG, Graz

STUDIO WG3 ZT KG, Graz

1. Rang, Gewinner, EUR 10.200,-

Kennnummer: 2
Kennwort: 000313
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Plakat 1 (pdf, 8MB)
Plakat 2 (pdf, 4MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Das Projekt äußert sich in mehreren Ebenen des „Raumdenkens“ und unternimmt den Versuch die Informationsstelle am Schloßberg zu sein über den eigentlichen Zugang zu einem Museum hinaus.
Als formales Element wird dazu die Form des Kreises benutzt. Der Kreis als zeichenhaftes verbindendes Element.
Eine Form, die eine geordnete Form des Gehens suggeriert, wohl wissend, dass das so nicht passieren wird, aber so auf einfache, nicht bestimmende Art dem Eingang eine breite Möglichkeit des Betretens und Austretens eröffnet. Die in die bestehenden Fassaden geschnittenen großzügigen Öffnungen gewährleisten die Transparenz zum Innenhof, durch die symmetrische Anordnung wird dem Ensemble aber nicht die zentrale Zugangsmitte genommen.
Ein Layer wird über die Geschichte gelegt, Ein Layer der mit neuen gestalterischen Elementen die Fähigkeit hat, mit seinen „Spielern“ eine wundersame/wunderbare Geschichte zu erzählen.
Das grundrissliche Zeichen des Kreises wird als Pflanze in die 3. Dimension gebracht. Der Baumhain als „Mitte“ am Schloßberg erfüllt neben dieser gedanklichen Spange eine klare und einfache Funktion des Schattenspenders.
Feuerwächterhaus und Kiosk werden räumlich Teil dieser Mitte, sind aber soweit funktionsoffen, was einer
positiven Projektentwicklung gut entgegenkommt.
Die Kasematte wird in der Höhe des bestehenden Treppenpodestes betreten. Eine an der Wand entlangführende hängende Galerie führt bis auf den Boden der Kasematte. Von dort an führt der Weg zuerst an der Außenwand und dann in der Mitte des Raumes zurück zum Ausgang. Ein Rundgang der nicht nur den Raum in seiner 3. Dimension erfahren lässt, sondern auch die Möglichkeit gibt, das in dem Zwischenraum positionierte Schloßbergmodell von verschiedenen Höhenpunkten aus zu erleben. Der Wechsel am letzten Teilstück des Rundganges in die Raummitte ist ein geschickter Perspektivenwechsel der analogen Raumerfahrung. Ein szenisch wohl überlegter Rundgang mit besonderer Rücksichtnahme auf Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Der Vorschlag, die „Vermittlung“ in das Dachgeschoss des Kanonierhauses zu legen, ist als Möglichkeit durchaus als interessant zu sehen. Da dieser Vorschlag keine Konsequenzen für eine etwaige Umsetzung innerhalb des übrigen vorgelegten Raumprogrammes hat, wird dieser Vorschlag nicht weiter verfolgt und hat auch keinen Einfluss auf die Beurteilung des Projektes.
Ausstellung:
Das Projekt entspricht mit seinem inklusiven Gestus dem grundsätzlichen Öffnungsgedanken des GrazMuseums und entwickelt eine sehr hohe und auch stimmungsvolle Aufenthaltsqualität. Es verstärkt nicht den fortifikatorischen Charakter des Areals, sondern setzt mittels „gezähmter“ Natur ein kreisförmiges gegenläufiges Zeichen, auch gegen den grundsätzlich englischen Landschaftsgarten des Schloßbergs.
Es besticht durch außerordentliche museologische Qualitäten. Das Projekt hat sich mit jedem der vier Formate der Dauerausstellung in sehr originärer und überzeugender Weise auseinandergesetzt. Die PlanverfasserInnen werden deshalb hervorragende GestaltungspartnerInnen für die vertiefende kuratorische Bearbeitung der vier Bereiche sein. Besonders überzeugend sind die Lösungen für den Graz‐Blick, die nicht nur augmented reality und den realen Blick einander gegenüberstellen, sondern auch die partizipative Schaffung eigener Graz‐Bilder und Graz‐Visionen ermöglicht, sowie für den historischen Parcours, bei dem als Ordnungsprinzip die jeweiligen Höhenpositionierung der Schloßbergmonumente dienen.

Werkliste der Planer:

STUDIO WG3 ZT KG, Graz

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