Dienstag, 22.09.2020
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Arch. DI Erich Strolz, Innsbruck

2. Rang, Preis, Preisgeld EUR 25.000,-

Kennnummer: 14
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Plan, Campus Rotkreuz Lustenau, Strolz (pdf, 14MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Das Konzept zeigt einen in seinem städtebaulichen Ansatz eine lineare Addition der Funktionseinheiten, wobei eine sgn. Passarelle als Verbindungselement fungiert. Durch die Setzung der verschiedenen Volumina wird ein großzügiges Platzkontinuum im nördlichen Bereich des Areales generiert. Zur bestehenden baulichen Umgebung wird eine gute räumliche und funktionale Vernetzung erzeugt. Diese Bezugnahme wird im östlichen Bereich dadurch maximiert, dass die Aula samt Bibliothek zum Vorplatz hin orientiert ist. Dieser Ansatz wird allerdings nur dadurch möglich, weil der östliche Bauteil der Bestandsschule
abgebrochen wird und durch einen 2-geschossigen Neubau in identer Lage ersetzt wird. Diese Positionierung an der Schnittstelle zur Begegnungszone an der Rotkreuzstraße schafft einen hohen Vermittlungsgrad zwischen dem Schulcampus als Bildungseinrichtung und der Öffentlichkeit im Quartier Rotkreuz. Der erforderliche Teilabbruch der Bestandsschule kann nur durch diesen hohen Mehrwert gerechtfertigt werden. Der westliche Bauteil der Bestandsschule wird erhalten und durch einen weiteren westlichen Klassenflügel ergänzt, wodurch das ursprüngliche Schulraumkonzept im übertragenen Sinne wieder ablesbar wird. Der Baukörper für die Turnhallen wirkt einerseits als Solitär, wird aber andererseits durch die Passarelle mit dem Gesamtkontext
verknüpft. Der Aussenraum zwischen Turnhallen und Volksschule ist gut proportioniert und kommuniziert mit der umgebenden Wohnsiedlung. Der nördliche Platzraum ist städtebaulich und funktional überzeugend und auch als weiteres wesentliches Angebot an das Quartier zu lesen. Dieser Außenraum verbindet alle Funktionseinheiten des Schulcampus miteinander. Das Konzept erfordert insgesamt einen hohen Flächenanspruch. Dieser Umstand kann nur mit der hohen außenräumlichen Qualität mit der sehr hochwertigen Bezugnahme zum Quartier argumentiert werden. Mit dem hohen Flächenverbrauch im Zusammenhang stehen auch die relativ langen Erschließungswege, welche jedoch von räumlicher Qualität geprägt sind.Die Baukörper sind ansprechend gestaltet und kommunizieren in ihren Proportionen (Höhenentwicklungen) gut mit der baulichen Umgebung.Aus pädagogischer Sicht sind alle wichtigen Funktionen gut gelöst.Das Konzept zeigt einen eigenständigen/mutigen Umgang mit der Bestandsschule, der jedoch einen hohen Qualitätsgewinn im Sinne der hochwertigen Bezugnahme zum Quartier zur Folge hat. Somit kann dieser Vorschlag im Sinne der Ausschreibung als möglicher Teilabbruch interpretiert werden. Der Beitrag zeichnet sich durch eine schlüssige Gesamtkomposition und durch eine gute Relevanz im Quartier Rotkreuz aus.

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Arch. DI Erich Strolz, Innsbruck

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Teilnahmeantrag Campus Rotkreuz Lustenau (pdf, 635KB)
Ausschreibung Campus Rotkreuz Lustenau (pdf, 959KB)
Juryprotokoll Campus Rotkreuz Lustenau (pdf, 75KB)
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