Sonntag, 25.08.2019
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Neubau 22., Waldrebengasse

Verfahrensprädikat: Ohne Kooperation mit der am Verfahrensort zuständigen Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
Verfahrensort:
Bundesland:
Staat:
Auslober: Wohnfonds Wien
Aufgabentyp: Neubau, Wohnen
Auftragsart: Generalplanerauftrag
Verfahrensart: Bauträgerwettbewerb
Rechtsgrundlage: Wiener Landes-Stiftungs- und Fondsgesetz 2003
Wettbewerbsordnung: Nein
Mindesteignung: ArchitektIn, ZivilingenieurIn für Hochbau, physische und juristische Personen
Abgabetermin: 17.10.2019
Entscheidungstermin: vorraussichtl. November 2019
Aufgabenstellung: Im Rahmen dieses öffentlichen Bauträgerwettbewerbs ist von den TeilnehmerInnen für den Bauplatz ein Realisierungskonzept nach dem 4-Säulen-Modell (Ökonomie, Soziale Nachhaltigkeit, Architektur und Ökologie; siehe Zusatzinformationen Z2) zu erstellen, wobei insbesondere noch auf folgende wesentliche Punkte hingewiesen wird:

Allgemeines
Es wird nochmals festgehalten, dass die Projektierung des Wettbewerbsbeitrages entsprechend den Vorgaben und Festlegungen des gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes zu erfolgen hat.

Sollten Abweichungen von den Vorschriften des Bebauungsplanes gemäß § 69 der Bauordnung für Wien angesprochen werden, sind diese als Hauptvariante auf den abzugebenden Plänen darzustellen. Zusätzlich ist die widmungsgemäße Variante im Dokument „Beschreibung der wesentlichen Projektinhalte“ darzustellen.

Holzbau
Im Hinblick auf die vorerwähnte Städtebaukooperation Wien – Vancouver ist ein Schwerpunkt die Planung und Realisierung eines „reinen“ Holzbaus. Dies bedeutet, dass die tragenden Bauteile der oberirdischen Geschoße eine hölzerne Tragstruktur aufweisen sollen. Hinsichtlich der Baustoffwahl der Verkleidungen und der Fassadenausführung werden grundsätzlich keine Präferenzen getroffen.

Die OIB-Richtlinie 2 „Brandschutz“ lässt grundsätzlich bis zur Gebäudeklasse 4 (GK 4), mit Ausnahme von brandabschnittsbildenden Bauteilen an der Grundstücksgrenze bzw. unterirdischen Bauteilen die Verwendung von Holzelementen zu. Gebäude der GK 4 werden in den Richtlinien als Gebäude mit nicht mehr als vier oberirdischen Geschoßen und mit einem Fluchtniveau von nicht mehr als 11 m, bestehend aus mehreren Wohnungen bzw. mehreren Betriebseinheiten von jeweils nicht mehr als 400 m² Nutzfläche, definiert. Die Anforderungen an den Feuerwiderstand variieren zwischen 30 und 90 Minuten.

In den letzten Jahrzehnten wurden im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus in Wien überwiegend mineralische, zementbasierte Bauweisen realisiert. Der Holzbau war während Jahrzehnten vollständig vom mehrgeschoßigen städtischen Bauen ausgeschlossen, obwohl bis zum 1. Weltkrieg der Holzbau noch eine bedeutende Rolle bei der Errichtung des Rohbaus gespielt hatte. Seit der Jahrtausendwende nimmt man zunehmend wahr, dass der Baustoff Beton bezüglich Umweltschädlichkeit (z.B. Emissionen von CO2), Verfügbarkeit der Zuschlagstoffe und Veränderbarkeit der Rohbauten durchaus Probleme aufwirft. Dem Rohstoff Holz wird, basierend auf einer starken österreichischen Holzindustrie und leistungsfähigen Holzbaumeisterbetrieben, zugetraut die Rolle einer ergänzenden Bautechnik spielen zu können. Entsprechend wurden sukzessive die Bauordnungen speziell bezüglich Brandschutz dem tatsächlichem Brandrisiko angepasst (seit 2002) und es wurden auch im Rahmen des geförderten Wohnbaus entsprechende Pilotprojekte bis zu sieben Geschoßen errichtet.

Beim vorliegenden Wettbewerb soll es darum gehen, bei einer kleinen Bauaufgabe (nur Bauklasse II, nur ca. 100 Wohneinheiten) auch das wirtschaftliche Potenzial des Holzbaus und der Holzbaumeisterbetriebe zu fördern.

Deswegen scheint es überlegenswert, dass ein Holzbaumeisterbetrieb bereits bei der Konzepterarbeitung Bestandteil des Planerteams ist und dadurch auch das wirtschaftliche Potenzial der Vorfertigung und eventuell auch der Mischbauweisen besser genutzt werden kann.

Erwartet wird ein von möglichst hohem Holzeinsatz und rationeller Fertigung und Montage geprägtes Baukonzept ohne jedoch einen „reinen“ Holzbau zu fordern. Speziell bei Verkleidungen
Kontaktstelle: JIREK Managementconsulting GmbH und
ZT DI Andrea Hinterleitner
DI Andrea Hinterleitner
Invalidenstraße 3/12a
A-1030 Wien,
T +43.1.8774811
F +43.1.8774854
E office@zt-hilei.at
Verfahrensorganisator: JIREK Managementconsulting GmbH
Auftragsverhandlung: Keine bzw. nicht bekannt
Einpflegende Kammer: Wien, Nö, Bgld
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