Dienstag, 11.08.2020
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Erweiterung des Krematorium Wien

Verfahrensprädikat: In Kooperation mit der am Verfahrensort zuständigen Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
Verfahrensort:
Bundesland:
Staat:
Auslober: BFW Gebäudeerrichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG
Auftragsart: Generalplanerauftrag
Verfahrensart: Offener, einstufiger Realisierungswettbewerb im Oberschwellenbereich
Rechtsgrundlage: Bundesvergabegesetz BVergG 2018
Wettbewerbsordnung: Ja
Preisgeldsumme: EUR 60.000,- zuzügl. 20% Mwst.
Abgabetermin: 04.11.2019
Entscheidungstermin: 19.11.2019
Aufgabenstellung: Die B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH beabsichtigt, das Krematorium Wien zu erweitern. In
diesem Zusammenhang sind unter anderem zwei weitere Öfen zu errichten (davon ein Ofen optional), die Kapazitäten der Verabschiedungsräumlichkeiten zu erweitern und in einer zeitgemäßen Gestaltung (hell, Sichtverbindung zum Außenraum, etc.) zu realisieren, sowie die Lagertechnik zu optimieren.

Dem Bauherrn ist die Bedachtnahme auf eine umweltgerechte und im umfassenden Sinne nachhaltige Konzeption sowie eine dieser Intention entsprechende Anmutungsqualität des Erweiterungsbauwerkes ein besonderes Anliegen.

Zentrale Herausforderung ist die denkmalpflegerische Bewältigung der Verbindung des Holzmeisterbaus mit dem Erweiterungsbau unter Wahrung der unerläßichen betriebsbedingten Funktionalitäten und gleichzeitig Schaffung einer qualitätsvollen räumlichen Situation und städtebaulichen Einbindung des Baukörpers. Der
geplante Erweiterungsbau muss den architektonischstädtebaulichen Qualitäten des Bestandes gerecht werden, soll gleichzeitig aber auch den weiter entwickelten gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen Rechnung tragen.

Zeitgemäße Form der Feuerbestattung Die heute anders als zur Errichtung der Feuerhalle in den 1920er Jahren gegebene Offenheit der Gesellschaft gegenüber der Feuerbestattung soll sich auch formal in der zeitgemäßen Gestaltung des Erweiterungsbaues wiederfinden. Bauherrenabsicht ist es, in Erweiterung der Bestattungsformen die „Verabschiedung ins Feuer“ zu ermöglichen, nach der Verabschiedungszeremonie also den Sarg nicht wieder abzusenken, sondern ihn in Anwesenheit der Hinterbliebenen in das Feuer zu übergeben.

Dies soll in einer Raumsituation erfolgen, die durch Helligkeit und Offenheit gegenüber der umgebenden
Gartenlandschaft geprägt ist und eine Atmosphäre der Freundlichkeit und Ruhe unterstützt. Der Verabschiedungsraum bedient dabei zwei unterschiedliche Szenarien:

Szenario 1 „Traditionelle Form der Verabschiedung“:

Der Vorplatz zum Ofen soll während der Zeremonie vom Verabschiedungsraum z.B. durch eine mobile
Trennwand abtrennbar sein (ggf. noch mit verbleibender Sichtverbindung zur Ofentüre). Nach der Zeremonie wird der Sarg hinter diese Abtrennung gefahren und diese wieder geschlossen.

Diese Abtrennung stellt somit ein zentrales gestalterisches Element in der Inszenierung der Verabschiedung dar. Die Gestaltung (als Vorhang, Schiebeelement etc.) ist den Teilnehmern weitgehend freigestellt und wird als wichtiger Teil der Entwurfsaufgabe gesehen.

Szenario 2 „Verabschiedung ins Feuer“:

Der Ofen bleibt sichtbar und es entfällt die Abtrennung zum „Vorplatz“ aus Szenario 1 (siehe Schema Seite 33).

Betriebliche Anbindung an Bestandsgebäude Aus betrieblichen Gründen wird angestrebt, diese
Erweiterungen in baulicher Verbindung mit dem Bestandsgebäude durchzuführen.
Absichtserklärung: Der Auslober/Auftraggeber beabsichtigt, nach Abschluss des Wettbewerbes unter Berücksichtigung der entsprechenden Empfehlungen und Vorgaben des Preisgerichts mit dem Gewinner Verhandlungen über eine Beauftragung zu führen.

Die Verhandlungen werden mit dem Erstgereihten (der Gewinnerin bzw. dem Gewinner) geführt. Sollten die Verhandlungen mit dem Erstgereihten jedoch begründet scheitern, so behält sich die Auftraggeberin vor, weitere Verhandlungen allein mit dem Zweitgereihten und, falls auch diese scheitern, allein mit dem Drittgereihten zu führen.

Thema der Verhandlungen werden insbesondere der Auftragsgegenstand, das Generalplanerhonorar, die
Leistungsfristen, die Leistungsqualität und die Vertragsbestimmungen für die ausschreibungsgegenständliche Bauaufgabe sein.

Es wird eine Vergütung unter Berücksichtigung der einschlägigen Leistungsmodelle + Vergütungsmodelle für Planungsleistungen 2014 (LM.VM 2014) angestrebt.
Kommentar der Kammer: Die Kammer der ZiviltechnikerInnen für Wien, Niederösterreich und Burgenland nominierte als PreisrichterInnen folgende Personen:
HauptpreisrichterInnen: Arch. DI Anna-Maria Wickenhauser, Arch. DI Antonius Lanzinger
ErsatzpreisrichterInnen: Arch. Mag.arch. arch. Sne Veselinovic, Arch. A.o. Prof. Dr.techn. August Sarnitz
Kontaktstelle: Hans Lechner ZT GmbH
Lerchenfelder Straße 65
A-1070 Wien
E 447@hanslechner.at
Verfahrensorganisator: ÖIR Projekthaus GmbH; Hans Lechner ZT GmbH
Preisgericht: Arch. Anna Wickenhauser; Arch. DI Antonius Lanzinger; Arch. Mag.arch. Snezana Veselinovic; Arch. Prof. Dr. August Sarnitz; Arch. Univ.-Prof. DI Rüdiger Lainer; Arch. DI Albert Wimmer; DI Irene Lundström; Dipl.-Ing. (FH) Mag. (FH) Markus Pinter, B&F Wien - Bestattung Friedhöfe GmbH; Dr. Peter Janovsky, BFW Bestattungsservice Wien; Renate Renate Niklas-Dittrt, Friedhöfe Wien GmbH; Andrea Paukovits, Stadt Wien, Geschäftsgruppe Umwelt u. Wiener Stadtwerke
Auftragsverhandlung: Ja. Verhandlung mit dem/der GewinnerIn
Einpflegende Kammer: Wien, Nö, Bgld
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1. Rang, Gewinner , EUR 20.000,-
projektCC zt gmbh

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Die hier zum Download bereit- gestellten Auslobungsunterlagen dienen nur der Erstinformation. Von einer Teilnahme am Wettbewerb oder Verfahren nur auf Basis der hier verfügbaren Unterlagen wird ausdrücklich abgeraten. Die aktuellen und letztgültigen Unterlagen erhalten Sie ausschließlich vom Auslober oder Verfahrensorganisator - häufig durch Registrierung auf einem entsprechenden Online-Portal. Bezüglich allfälliger in den Unterlagen enthaltener Karten der Firma Freytag-Berndt Artaria KG besteht eine gültige Lizenzvereinbarung mit der Bundeskammer für die Verwendung auf diesem Wettbewerbsportal.
EU-Bekanntmachung (pdf, 89KB)
Kooperationsschreiben + Jurynominierung der Kammer W/N/B vom 27.08.2019 (pdf, 618KB)
Protokoll der Sitzung des Preisgerichts vom 28.11.2019 (pdf, 695KB)
EU-Bekanntmachung Vergebener Auftrag (pdf, 82KB)
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