Dienstag, 07.12.2021
Home | Kontakt | Suchen
 
Entscheidungen | Haus der Natur - St. Leonhard im Pitztal | Arch. DI Harald Kleinheinz, Innsbruck

Arch. DI Harald Kleinheinz, Innsbruck

1. Rang, Gewinner, 1. Preis, Aufwandsentschädigung EUR 5.000,-

Kennnummer: 2
Mitarbeiter: Pierre Luigi Atelier
zur Merkliste hinzufügenzur Merkliste hinzufügenMerken Merkliste anzeigenMerkliste anzeigen




Modellbild, Haus der Natur - St. Leonhard im Pitztal, Kleinheinz


Plan, Haus der Natur - St. Leonhard im Pitztal, Kleinheinz (pdf, 3MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Das einfach und klar organisierte Projekt gliedert sich in ein Sockelgeschoss aus Beton und einen aufgesetzten pavillonartigen Holzbau, der aus zwei horizontalen Massivholzplatten mit dazwischengesetzter Verglasung konstruiert ist. Das Sockelgeschoss ist direkt von der Zufahrtsstraße auf gleicher Höhe erschlossen. Hier sind die Räume für die Jagd untergebracht. Die Erschließung von der Talseite mit mehrfachem direkten durch die Auskragung geschützten Zugang ist für die betrieblichen Abläufe ideal. Die Jagdstube ist entsprechend den Bedürfnissen attraktiv platziert. Der Holzbau, in dem die Ausstellung und der Seminarraum untergebracht sind, ist über eine moderat steile Wegschlaufe vom bestehenden Steinbockmuseum erschlossen. Die innere Organisation ist übersichtlich und klar, die funktionellen Abläufe entflochten. So kann beispielsweise die Toilettenanlage auch außerhalb der Öffnungszeiten für Außenaktivitäten genutzt werden. Das Gebäude integriert sich mit seiner Längsausrichtung ideal in die bestehende Topographie. Der Eingriff durch die Bauarbeiten und den Aushub ist minimal, das Projekt unterscheidet sich darin wesentlich vom Projekt Nr. 04 und Projekt Nr. 10. Das Projekt Nr. 02 entwickelt sich von allen Projekten mit Abstand am wenigsten in die Höhe. Insgesamt ergänzt das Gebäude den historischen Schrofenhof und das Haus am Schrofen zu einem stimmigen Ensemble mit drei eigenständigen individuellen Baukörpern. Die Verteilung der Funktionen und innere Organisation ist ideal. Jedoch ist der Anteil der Verglasung im Obergeschoss auch nach der Überarbeitung immer noch zu groß. Die vorgeschlagenen außenliegenden Schiebeelemente sind zu wenig überzeugend und lösen das betriebliche Problem nur bedingt. Die Jury schlägt deshalb vor, dass im Zuge der konkreten Umsetzung in Absprache mit den Nutzer*innen die Fassade so überarbeitet wird, dass zusätzliche Bereiche statt verglast mit opaken Elementen geschlossen werden. Richtungsweisend kann dafür die raumhaltige Wand, wie sie von den Projektverfassern im Eingangsbereich vorgeschlagen wurde, herangezogen werden. Des Weiteren ist in der konkreten Umsetzung zu prüfen, in wieweit durch eine Verschiebung des Gebäudes um wenige Meter Richtung Süd-Osten die Situierung nochmals verbessert werden kann.

Werkliste der Planer:

Arch. DI Harald Kleinheinz, Innsbruck

Detailinfo
Übersicht
prämierte Beiträge
alle Beiträge
Downloads
Die hier zum Download bereit- gestellten Auslobungsunterlagen dienen nur der Erstinformation. Von einer Teilnahme am Wettbewerb oder Verfahren nur auf Basis der hier verfügbaren Unterlagen wird ausdrücklich abgeraten. Die aktuellen und letztgültigen Unterlagen erhalten Sie ausschließlich vom Auslober oder Verfahrensorganisator - häufig durch Registrierung auf einem entsprechenden Online-Portal. Bezüglich allfälliger in den Unterlagen enthaltener Karten der Firma Freytag-Berndt Artaria KG besteht eine gültige Lizenzvereinbarung mit der Bundeskammer für die Verwendung auf diesem Wettbewerbsportal.
Ausschreibung Haus der Natur - St. Leonhard im Pitztal (pdf, 2MB)
Juryprotokoll Haus der Natur - St. Leonhard im Pitztal (pdf, 6MB)
Impressum | Rechtliche Hinweise