Samstag, 04.07.2020
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Realisierungen | Neugestaltung des Eduard-Wallnöfer-Platzes in Innsbruck | Arch. DI Kathrin Aste, Innsbruck

Arch. DI Kathrin Aste, Innsbruck

1. Rang, Gewinner, Aufwandsentschädigung EUR 4.800,-

Kennnummer: 4
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Frank Ludin
Thomas Feuerstein
Landschaftsplanung: Dipl.-Ing. Christoph Aste
Künstler: Christopher Grüner, Mag. Hannes Stiefel
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Schaubild


Schaubild (jpg, 13KB)
Grundriss (pdf, 2MB)
Mappe (pdf, 14MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Das Projekt bindet die gesamten Flächen des Platzes und seine topographischen Akzente in einer homogen erscheinenden Oberfläche. In dolinenartigen Aushöhlungen sind Birkenbäume gepflanzt die als vertikales Grün die einzige Bepflanzung am Platz ist. Die feinen Farbnuancen zwischen den allesamt hellen Tönen der Platzoberfläche, des Befreiungsdenkmals und auch der Birkenstämme erzeugen ein sehr reizvolles Bild Die überwiegend waagrechte befestigte Oberfläche kommt den Nutzungskonzepten für Veranstaltungen entgegen. Das Projekt versteht die vorhandenen, kaum verrückbaren Fixpunkte wie z.B. die Tiefgaragenabgänge geschickt als Auslöser von Bodenmodulationen zu verwenden. Der Entwurf ist der einzige von allen eingereichten, der die bestehende Tiefgaragenabfahrt beibehält. Dabei wird kein Kompromiss mit dieser Situation gesucht sondern dieser große Einschnitt in der Platzebene wird als Gestaltungselement der bewegten Bodenformation derart überzeugend verwendet, dass die Verlegung der Abfahrt eher einen Verlust anstatt eines Gewinnes darstellen würde. Die Materialisierung erfolgt überwiegend in Beton, die Oberfläche ist poliert bzw. rauh in der Art von sehr grobem Einkorn. Das Gelingen der „Platzskulptur“ ist mit dieser Feinstrukturierung nicht ausgeschlossen, muss aber noch sorgfältig überdacht werden. In wiefern mit diesen Oberflächentexturen letztendlich auch ungewollten Aktivitäten wie z.B. skateboarden hintan gehalten werden können bleibt allerdings fraglich. Die Übergänge an den Rändern zu den umgebenden Stadträumen, im Besonderen zur Wilhelm-Greil-Straße und zum TIWAG-Gebäude sind unklar. In einer weiteren Studie ist auch die jahreszeitliche Beanspruchung und Wahrnehmung zu untersuchen. Die Jury sieht in dem Beitrag eine Gratwanderung zwischen poetischer Absicht und bloß formaler wenn nicht formalistischer Spekulation. Die beruhigende Abstraktion (erlebbar, etwa in einer verschneiten Fläche) eines derart prominent besetzten öffentlichen Raumes wird im umtriebigen Stadtgefüge als Chance gesehen.

Werkliste der Planer:

Arch. DI Kathrin Aste, Innsbruck

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Juryprotokoll 1. und 2. Stufe (pdf, 389KB)
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