Donnerstag, 02.07.2020
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riccione architekten, Innsbruck

1. Rang, Gewinner

Kennnummer: 1
Mitarbeiter: Benedikt Hörmann
Veronika König
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Modellfoto


Modellfoto (jpg, 494KB)
Plan 1 (pdf, 8MB)
Plan 2 (pdf, 6MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Sieger Wohnbebauung

Zwei solitäre Baukörpern schaffen eine Folge zusammenhängender städtebaulicher Räume, die in sich überzeugend proportioniert, den vielfältigen Nutzungen eine entsprechende Bühne bieten und die für Wörgl wesentlichen historischen Bauten in ein angemessenes Umfeld überzeugend einbetten. Die Kirche, der ehemalige Gasthof Post, die alte Musikschule werden so über ihren Stellenwert als Baudenkmal hinaus in einen zeitlos gültigen Zusammenhang gestellt. Die Offenheit der Plätze (diese entstehen eher durch Wirkung als durch Abgrenzung) vernetzt die Zugänge und Wegeführungen in alle Richtungen. Auch die Freiräume in zweiter Reihe, jene zu den privaten Bereichen der angrenzenden Bebauungen sind angemessen aneinandergeführt und ergänzen einander. Die Beiden solitären Baukörper sind volumetrisch als schräg angeschnittene Quader angelegt. Über einem für Allgemeinräume vorgesehenen Sockelgeschoss werden jeweils vier Wohngeschosse entwickelt. Die
Eingangszonen öffnen sich großzügig zu den Platzräumen. Eine intensive Beziehung innen – außen ist solcherart gegeben und wird über ein Innen liegendes Atrium, das über Galerie sämtliche Wohnungen zentral erschließt weitergeführt. Der in dieser Weise kompakt angelegte Baukörper ist in seinem Verhältnis Hülle/Volumen und der Effizienz seiner Erschließung extrem wirtschaftlich und günstig in seinem Energiehaushalt. Seine Anmutung als Stadthaus ist glaubwürdig. Das Angebot an Wohnungen ist in deren unterschiedlicher Ausformung und Ausrichtung besonders vielfältig und an in allen Lagen mit unverwechselbarem Mehrwert. Das Projekt gibt der Stimmigkeit der Baukörperausformung und dem städtebaulichen Kontext Priorität und nimmt dafür in einigen Fällen auch eine Nordwest und Nordost Orientierung in Kauf. Etwas mehr
Gestaltungsspielraum in der Anlage der Wohnungen kann diesen Umstand innerhalb der konzeptionellen Parameter aufheben.
Die Klarheit und Homogenität der Oberflächenbehandlung ist eine Aussage und Qualität des Beitrages, jedoch nur eine von vielen denkbaren Möglichkeiten. In der weiteren Projektentwicklung sind die Materialität und damit die Maßstäblichkeit im Kleinen sorgfältig zu untersuchen. Die Einfahrt zur Garage ist diskret in den westlichen Baukörper integriert. Die Garage erstreckt sich zwischen beiden Bauteilen in klarer Anlage und wird direkt über die beiden Stiegenhäuser erreicht. Die Begrenzungslinien der Garage belassen auch einen wesentlichen Teil des Platzareals im gewachsenen
Boden, was einer Bepflanzung sehr zugute kommt. Die Abstimmung wie weit Grün an diesem Ort erhalten, ergänzt und für die seitens der Stadt vorgesehenen Nutzungen erforderlich ist, ist auch Gegenstand der weiteren Projektentewicklung. Insgesamt besticht das Projekt im seiner visionären Ansatz, die Zentren mittlere und kleiner Städte jenseits der an Konsum orientierten Funktionen neu zu ordnen und zu definieren.

Musikschule:
Der Mittelflur wird erhalten, wobei im Erdegeschoß ein räumlich spannender Durchbruch zum Veranstaltungssaal im Kellergeschoss geschaffen wird. Die barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses
wurde nicht dargestellt. Die eingeschobenen Kuben (Verwalmung) im Dachgeschoß können die Jury nicht überzeugen.

Werkliste der Planer:

riccione architekten, Innsbruck

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Ausschreibung (pdf, 817KB)
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