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Ausschreibungen | Eisring Süd Wien 10 | Auszug aus dem Protokoll der Sitzung des Preisgerichts vom 11.12.2008

Eisring Süd Wien 10

Der Beitrag hält sich weitgehend an die empfohlene Nutzungsanordnung (Wohnen im Norden; Sport im mittleren Abschnitt, EKZ an der Raxstraße). Allerdings wird in der Hauptvariante eine Verlagerung der Tankstelle nach Osten vorgeschlagen, um einen überzeugenden städtebaulichen Abschluss des Gebietes zu erreichen (eine Subvariante zeigt einen möglichen Aufbau des EKZ unter Beibehaltung des Tankstellenstandortes). Zentrales Erschließungselement ist der Vorplatz, der durch die Sport- und Einkaufsnutzung begrenzt und definiert wird. Die Gestaltungsvorschläge erstrecken sich über das eigentliche Planungsgebiet hinaus auch auf den Bereich der Straßenbahn-Endstation, die vom Preisge-richt sehr positiv aufgenommen wurden.
Die Wohnbebauung im Norden ist durch eine stark divergierende Höhenentwicklung gekennzeichnet. Im Nordosten des Areals ist ein 14-geschoßiger Baukörper mit über 40 m vorgesehen, der in dieser Form an diesem Standort als nicht realisierbar eingestuft wird. Die Lage des Kindertagesheims bzw. der Freiflächen scheint sehr beengt.
Hinsichtlich der Anordnung der Sportnutzungen ist vorgesehen, dass die Eishalle durch die abgesenkte Eis-Freifläche getrennt von den anderen Sportnutzungen angesiedelt wird. Dadurch wird ein geschlossener urbaner Raum erzeugt, welcher aus städtebaulicher Sicht positiv bewertet wird. Darüber hinaus ist die Durchgängigkeit des Areals vergleichsweise gut. Hinsichtlich der Praktikabilität des Sportzentrums sind dadurch aber Einschränkungen gegeben. Zudem sind die Sporthallen aufgrund Anordnung entlang einer länglichen Erschließungsspange nicht von einer zentralen Gastronomieeinheit einzusehen. Die auffällige Gestaltung der an den Seiten nach unten gezogenen Dachflächen birgt sowohl Chancen als auch Gefahren: Nur bei einer hervorragenden und auch kostenintensiven Realisierung kann hier ein ästhetisch ansprechender und funktioneller Bereich geschaffen werden.
Das Einkaufszentrum kann durch die Verlagerung der Tankstelle sehr gut in Szene gesetzt werden, was im Übrigen bei allen Beiträgen der Fall wäre. Die dargestellte Lösung bei unveränderter Lage der Tankstelle zeigt ebenfalls ein funktionell schlüssiges und entwicklungsfähiges EKZ. Als gestalterische Schwäche wird die Zufahrt zur Tiefgarage über den Vorplatz gesehen. Dadurch wird sowohl der Platz als auch der öffentliche Fußweg in seiner Attraktivität stark eingeschränkt.

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Auszug aus dem Protokoll der Sitzung des Preisgerichts vom 11.12.2008
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Stellungnahme + Jurynominierung der Kammer W/N/B vom 11.08.2008 (pdf, 135KB)
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