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Entscheidungen | Wohnbebauung Birchfeld Gemeinde Mutters | Architekten Scharfetter_Rier, Innsbruck

Architekten Scharfetter_Rier, Innsbruck

Preis, Aufwandsentschädigung EUR 2.880,-

Kennnummer: 4
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Rudolf Palme
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Lageplan


Plan (pdf, 944KB)

Bewertung des Preisgerichts:

Jurysitzung 30.6.2009:

Das Projekt sieht zwei nahezu eben in den Hang hineinlaufende Stichstraßen vor. Dazwischen erstreckt sich, der Fallgerade des Hanges folgend, eine vom motorisierten Verkehr isoliertes Fußwegenetz. Entlang der Stichstraßen wurden Halbatrienhäuser gruppiert, die vorwiegend mit ihrem ca.80m² großen Hof nach Süden orientiert sind. Garagen / Carports sind bergseitig in den Untergeschoßen, talseitig ebenerdig vor den Häusern angeordnet. Die einzelnen, auf 256m² großen Grundstücken angeordneten Objekte können zusätzlich zu den ebenerdigen 110m² im Obergeschoß um 40m² Wohnnutzfläche erweitert werden. Das geplante Konzept weist ein hohes siedlungsplanerisches Potential auf, das jedoch noch nicht voll genutzt wurde.

Empfehlungen zur Überarbeitung :

• Die Zahl der Wohneinheiten ist trotz des verdichtungsfreundlichen Atrienhauskonzepts gegenwärtig im
Allgemeinvergleich sehr gering. Die vorgesehenen Spielplätze, die den Entwicklungsspielraum der
Siedlung blockieren, sind vor allem für ältere Kinder angesichts des umgebenden Grünraums in Frage
zu stellen, zumal für Kleinkinder die geschützten Atrien besser geeignet sind. Ein wesentlich sparsamerer Umgang mit den öffentlichen Flächen ist daher notwendig. Die großen Restflächen geben guten Spielraum zur Verdichtung.
• Die Einbindung der Bauwerke im Schnitt ist derzeit bezogen auf das vorhanden Gelände stellenweise
ungünstig ausgefallen. So werden die größten Höhendifferenzen dort erreicht, wo die Häuser am
engsten zusammen stehen (Schattenwirkung, Verlust an Intimität der Höfe). U.U. könnten bei
dermaßen geänderter Höhenlage auch an einigen Stellen der Anlage, die in der Diskussion allgemein
als praktisch bewerteten derzeit fehlenden Einliegerwohnungen untergebracht werden.
• Vor allem seitens der Sachjury wurde bemängelt, dass der Projektant die planliche Darstellung zu
kryptisch für Nicht-Architekten gestaltete und somit die seitens der Fachjury festgestellten Qualitäten
der Atrien nicht nachvollzogen werden konnten. Es wird daher um bessere Veranschaulichung gebeten.
• Die Anordnung der Solaranlagen ist darzustellen.
• An einigen Stellen des Lageplans ist die Unterbringung des ruhenden Verkehrs, wie im Schnitt dem
Grundsatz nach dargestellt, nicht vollständig dargelegt.
• Die Lage der Besucherparkplätze ist darzustellen.
• Zwar wurde beim Hearing die Möglichkeit der Weiterführung des Konzepts nach Westen angesprochen; mittelfristig muss jedoch die westliche Stichstraßenzufahrt ausschließlich innerhalb des
Planungsgebiets umgesetzt werden.
• Die maximale Steigung der Erschließungsstraßen darf 13% nicht übersteigen.
• Ein Umsetzungskonzept, das die Möglichkeit eines teilweise Selbstausbaues unter Wahrung der
Identität und Qualität der Gesamtanlage einschließt , wird erwartet unter Bekanntgabe von
(1) Bauwerkskosten inkl. Honorare für Haustyp ca. 110m² und Haustyp ca. 100+50m²
schlüsselfertig
(2) Bauwerkskosten inkl. Honorare für die beiden Haustypen für die Ausführung als „Edelrohbau“
(unter Auflistung jener Leistungen/Gewerke, die jedenfalls durch Fachfirmen erfolgen sollten)
(3) Bauwerkskosten inkl. Honorare für die Errichtung eines TG-Stellplatzes (falls vorgesehen)
• Weiters sind die öffentlichen Erschließungsflächen zu ermitteln.
• Der Lageplan ist einzunorden (also Norden oben!)

Werkliste der Planer:

Architekten Scharfetter_Rier, Innsbruck

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Ausschreibung (pdf, 316KB)
Juryprotokoll 30.6.2009 (pdf, 317KB)
Protokoll Verhandlungsverfahren 31.7.2009 (pdf, 97KB)
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