Dienstag, 20.02.2018
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Realisierungen | HTBLA Hallstatt Sanierung und Erweiterung | transparadiso ZT KG, Wien

transparadiso ZT KG, Wien

3. Rang, Preis, Preisgeld EUR 7.000,-

Konsulenten: Ziv.Ing. DI Markus Spiegelfeld
Kennnummer: 16
Mitarbeiter: Florian Lang
Marie Theres Genser
Radmila Tasic
Maciej Boltryk
Statik, Haustechnik: Fritsch Chiari & Partner
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Plakat 1


Plakat 2


Plakat 3



Bewertung des Preisgerichts:

Theoriegebäude:
Ein eigenständiger freistehender und abgehobener Baukörper ergänzt das Theoriegebäude und rückt soweit wie möglich vom bestehenden Gebäude zum Bach hinab. Die überdachte Erdgeschoßzone erweitert solcherartdas Vorfeld und unterstreicht die solitäre Sonderstellung. Damit gelingt tatsächlich eine Artstörungsfreie Balance von Alt und Neu, die jedoch durch die zweigeschoßige und problematisch gesehene Verbindungsganglösung wesentlich relativiert wird. Der Zwickelraum zwischen dieser Zugangsbrücke und dem Bestand überzeugt trotz dessen Tranzparenz nicht und könnte "verkürzt" direkter in das Gebäude geführt werden.

Werkstätten:
Das bestehende Werkstättengebäude wird von einem eingeschoßig ausgebildeten, sich an Geländekanten und Umgebungsbezüge orientierenden Volumen allseitig umschlossen. Punktuell werden durch maßstäblich angemessene Aufbauten bauplastische Akzente und räumlich dreidimensionale Qualitäten eingeführt. Mit diesen einfachen Mitteln gelingt es mehrere, oft zu Widersprüchen führende Themen auszublenden, insoferne als die in geringer Bauhöhe und respektvollem Abstand zum Umfeld bleibende Form den Anspruch auf eine typologische Zuordnung, Weiterführung oder Überformung von Bestandsobjekten erst gar nicht stellt. Es entsteht ein schwer an Vorbildern zuordenbares Objekt, das - sich selbsterklärend- reizvolle und zum Umschreiten einladende Situationen schafft. Die Assoziation zu den Holzbauten der näheren Umgebung wäre dabei für die konzeptionelle Begründung erst gar nicht erforderlich gewesen, eher im Gegenteil sind die "Aufgesetzten Elemente" ausschließlich aus den Vorteilen und Mehrwerten des Objektes herzuleiten.
Die funktionellen Zuordnungen wurden in der eingeschoßigen feldartigen Vernetzung begrüßt. Als kritisch wurde empfunden, dass in der tatsächlichen Tiefe des Gebäudes nur mehr indirektes oder von oben zugeführtes Tageslicht gewonnen werden kann. Ebenso, dass mit der vorgeschlagenen Gebäudehülle eine erheblich umfängliche Aussenfläche mit zahlreichen Anschlusspunkten Probleme bereiten könnte, deren Wartung und Instandhaltung den klimatischen Bedingungen in Hallstatt nicht standhalten könnte.
Ausdrücklich wird die gelungene Anmutung in Materialität und Maßstäblichkeit im Umfeld des Sees und der nahe gelegenen historischen Objekte gewürdigt. Im Zweifel, ob die ablesbaren Qualitäten auch bei einer erforderlichen Reduktion der kleinteiligen Elemente und der über Dach geführten Belichtungselemente aufrecht erhalten werden können, wird das Projekt als wesentlicher und in einmaliger Herangehensweise die Aufgabe interpretierender Beitrag gewürdigt, jedoch nicht zur Ausführung empfohlen.

Werkliste der Planer:

transparadiso ZT KG, Wien

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