Sonntag, 05.04.2020
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Realisierungen | "Wohnheim Olympisches Dorf" An-der-Lan-Straße, Innsbruck | ARTEC Architekten Bettina Götz + Richard Manahl, Wien

ARTEC Architekten Bettina Götz + Richard Manahl, Wien

1. Rang, Gewinner, 1. Preis

Kennnummer: 18
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Josef Schröck
Dipl.-Ing. Jun-Wook Song
Dipl.-Ing. Gerda Poling
Modell: Gül Cakar, Carl Auböck, Mag. Marianne Lercher
Statik: Dipl.-Ing. Peter Bauer/Werkraum Wien Ingenieure ZT-GmbH
Landschaftsplanung: Auböck + Kárász, Wien
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Modellfoto


Plan (pdf, 5MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Projektbeschreibung:
Die Verfasser reagieren auf den besonderen Bauplatz, der im Grüngürtel des Innufers liegt, mit einem
verschränkt mäandrierenden, weitgehend aufgeständerten Baukörper. Die filigrane, durchlässige Figur
schafft einen Binnenraum, der in hohem Masse den Park und das Gebaute gegenseitig durchdringen lässt. Auf der Fußgängerebene wirkt sich die Durchlässigkeit des Außenraums und der wiederhergestellte Zusammenhang des Parks landschaftlich sehr positiv aus. Hingegen ist die Entwicklung des abgetreppten Baukörpers zur Straße hin noch unausgereift und zu nahe bzw. zu hoch beim benachbarten Hochhaus. Die Zimmer profitieren gleichermaßen vom Park und den Baumkronen, teilweise auch vom Flussraum. Insbesondere die gemeinsame, hochliegende Terrasse löst den landschaftlichen Anspruch für den Aufenthalt der Bewohner ein. Allerdings stößt die linear aufgereihte Disposition in den einzelnen Trakten an ihre Grenzen. So wurde beispielsweise der Setzung der Aufenthaltsbereiche und der Ausgestaltung der Gelenkstellen zu wenig Beachtung geschenkt. Betrieblich entstehen zu lange Wege. Innenräumlich ist der Entwurf dem außenräumlichen Ansatz nicht ebenbürtig. Dies betrifft auch die Anordnung der Räume im Zugangstrakt und die Anlieferung, wo zu viele zulange Räume anzutreffen sind. Schade auch, dass sich die Gemeinschaftsräume vom Park abwenden. Gesamthaft besticht der Entwurf im städtebaulichen- landschaftlichen Ansatz und bekräftigt die einzigartige Lage. Innenräumlich werden die Erwartungen bezüglich der gestellten Aufgabe noch nicht eingelöst. Es werden in der Jury auch Bedenken betreffend der Ökonomie und den energetischen Vorgaben geäußert, welche noch zu widerlegen bzw. nachzuweisen wären.

Überarbeitungshinweise:
Die Wohnbauförderungsfläche NGF je Bett muss kleiner als 60 m² sein. Der Hüllflächenfaktor ist nachzuweisen, hinsichtlich der sommerlichen Überwärmung ist der Nachweis nach ÖNORM B8110 Teil 3 zu führen. Die Gangbreite in den Zimmergeschoßen muss mindestens 2,25 m betragen. Die Geschoßhöhe in den Obergeschoßen muss mit 3,30 m geplant und gerechnet werden. Die Gebäudesituierung mit ihrer Höhenentwicklung in Bezug zum Nachbargebäude HNr. 26 (Sternhochhaus)
muss verbessert werden. Die Fassaden sind zu konkretisieren. Die Funktionalität in den Bettengeschoßen ist in Hinsicht auf die langen Wege zu verbessern (Situierung Pflegestützpunkt, Aufenthaltsräume, Stiegenhäuser, Lifte). Auf die Einhaltung der ökologischen und ökonomischen Vorgaben lt. Pkt. 14.8 der Ausschreibung wird hingewiesen. Die Eingangssituation ist betreffend Zuschnitt und Situierung des Mehrzweckraums an der, dem Fußweg abgewendete Seite, zu überdenken.
Mögliche Synergien zwischen Mehrzweckraum, Küche und Cafe sollten verstärkt beachtet werden.
Die Außenanlagenplanung, einschließlich des differenzierten Wegenetzes ist zu konkretisieren.
Im Übrigen ist die Kritik in der Projektbeschreibung zu beachten.

Werkliste der Planer:

ARTEC Architekten Bettina Götz + Richard Manahl, Wien

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Ausschreibung (pdf, 116KB)
Juryprotokoll (pdf, 204KB)
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