Montag, 18.10.2021
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Büro Lubbers B.V., s-Hertogenbosch



Konsulenten: Urhahn Urban Design B.V. , Anna Detzlhofer Landschaftsplanung, nast consulting ZT GmbH, Dr. Hans Estermann
Kennnummer: 4
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Vision, © Büro Lubbers B.V.


Gestaltungskonzept, © Büro Lubbers B.V.


Nutzungskonzept, © Büro Lubbers B.V.



Bewertung des Preisgerichts:

Das Projekt weist einen sehr interessanten Zugang auf. Ausgangspunkt stellt eine Entwicklungsstrategie dar, die eine unmittelbare Verwertbarkeit der Fläche im Vordergrund sieht. Hier soll entlang der wesentlichen städtebaulichen Merkmale rasche Öffentlichkeit für die “Neue Stadt” geschaffen werden.
Eines der städtebaulichen Elemente, die das Rückgrat des Gebiets bilden, ist ein “Platz”, der sich auf der ehemaligen Rollbahn befindet. Hier soll mittels singulärer Bauten mit besonderer Nutzungszusammensetzung eine Reihe von Katalysatoren geschaffen werden, die dazu einladen diesen Bereich zu besiedeln. Er wird auch als “Riff” bezeichnet, an dem sich verschiedene Strukturen entwickeln, bestehen und wieder durch andere ersetzt werden können. Zweites wesentliches Merkmal stellt die U-Bahn mit 2 Stationen dar, die diagonal durch das Gebiet geführt wird. Eine Station stellt gleichzeitig ein Gebäude am “Riff” dar, die andere wird über einen Platz geführt. Angestrebt wird eine polyzentrische Entwicklung entlang der beschriebenen Kristallisationskerne. Als Muster der Erschließung wird die Flurform mit ca. 90 m übernommen, die eine einfache Bandstruktur für die zukünftige Bebauung vorgibt. Diese wird durch U-Bahn und teilweise Erschließung überlagert.
Als wesentliche Grünelemente werden Windschutzanlagen vorgesehen, die zu einer sehr frühen Phase bereits die Straßen markieren sollen um nach Realisierung der Verbindungen dort auch das Grün zu bilden. Weiters ist im Osten zur bestehenden Bahnanlage eine Wasserfläche geplant, die sich fast über die gesamte Nord-Süd-Länge des Gebiets erstreckt.
Das städtebauliche Konzept erscheint gegenüber dem strategischen Ansatz in den Hintergrund zu treten. Neben den ausformulierten Elementen ergibt die sehr lineare Grundform der Erschließung zwar ein großes Maß an Flexibilität, gewährleistet aber stadträumliche Qualität nur sehr bedingt.
Das Maß an Freiheit − sowohl in der Funktionsmischung als auch in der städtebaulichen Ausgestaltung weiter Bereiche − könnte auch zu Beliebigkeit führen.
Das Verkehrssystem erscheint der großen Freiheit dieses Ansatzes entsprechend teilweise rudimentär. Dies gilt für das Sekundärnetz des ÖV, wie für das Netz des MIV.
Die im Projekt dargestellten bzw. angegebenen städtebaulichen Kennwerte erreichen die Zielvorstellungen der Ausschreibung nicht, ohne die dafür maßgebenden Gründe erkenntlich zu machen.
Insgesamt erscheint das Projekt trotz der bemerkenswerten Vorschläge zur strategischen Herangehensweise an die Aufgabenstellung nicht geeignet, den gestellten städtebaulichen Anforderungen gerecht zu werden.

Werkliste der Planer:

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