Mittwoch, 04.08.2021
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Entscheidungen | Q2 Stadtleben Wilten - Wohn- und Geschäftsquartier | ARCHITEKTURB(R)AUEREI ZT GmbH, Innsbruck

ARCHITEKTURB(R)AUEREI ZT GmbH, Innsbruck

1. Rang, Gewinner, Preisgeld EUR 28.000,-

Kennnummer: 3
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Modellbild 1, Q2 Stadtleben Wilten, ARCHITEKTURB(R)AUEREI


Modellbild 2, Q2 Stadtleben Wilten, ARCHITEKTURB(R)AUEREI


Modellbild 3, Q2 Stadtleben Wilten, ARCHITEKTURB(R)AUEREI


Plan 1, Q2 Stadtleben Wilten, ARCHITEKTURB(R)AUEREI (pdf, 3MB)
Plan 2, Q2 Stadtleben Wilten, ARCHITEKTURB(R)AUEREI (pdf, 5MB)
Plan 3, Q2 Stadtleben Wilten, ARCHITEKTURB(R)AUEREI (pdf, 6MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Jurysitzung 1. Stufe:
Positiv ist die Auflösung in 4 Baukörper und die Fugen in der Egger-Lienz Straße. Dadurch ensteht eine urbane und einladende Atmposphäre. In den Höhen als auch in den Tiefen wird die bestehende Bebauung aufgenommen. Die Front in der Egger-Lienz Straße wird zentriert und durchbricht die Länge des Gesamtbaukörpers, die Schluchten erzeugen eine gewisse Problematik in der Belichtung der angrenzenden Wohnungen. Die Fluchtweglängen entlang der Sonnenburgstraße und Andreas-Hofer Straße gehören überprüft.


Das Projekt überzeugt auch in der Überarbeitung zur 2. Stufe. Die angesprochenen Punkte zur Überprüfung wurden innerhalb des Entwurfskonzeptes geklärt.
Die gesamte Anlage gibt dem Baublock den Charakter eines eigenständigen Quartieres, das trotz völlig unterschiedlicher Herausforderungen zu jeder Richtung seinen homogenen und kohärenten Charakter vermittelt. Dabei ist die diagonal angelegte räumliche Durchdringung sowohl Referenz als auch Anknüpfung an bestehende und auch in der Nachbarschaft zukünftig zu erwartende Bebauung. Die Strenge eines herkömmlichen Baublocks konnte so auf subtile Art und Weise bauplastisch überzeugend aufgelöst und in eine städtebaulich vernetzte Struktur übersetzt werden.
Dabei stellt die Kohärenz dieser bauplastischen Setzung eine dem vordem gegebenen Bestand entsprechende ganzheitliche Anmutung über den gesamten Baublock her.

Jurysitzung 2. Stufe:
Das in sich geschlossene Projekt gibt so gegenüber einer möglichen nordseitig zu erwartenden Bebauung kein Präjudiz und tritt einer solchen mit einer maßstäblich freundlichen Volumetrie gegenüber. Die großzügige Ausformung des über dem Supermarkt erhöht liegenden Innenhofes ist eine der gesamten Anlage zu Gute kommende und unverwechselbare Standortqualität und ist nicht von der „geborgten Landschaft“ der angrenzenden Liegenschaften abhängig. Die Höhenstaffelung der den Hof umschließenden Baukörper, also insbesondere des niedrigeren hofseitigen Bauteiles ermöglicht fast sämtlichen Wohnungen den Sichtbezug zum weiteren landschaftlichen Horizont der Nordkette. Die besonderen Freiraumqualitäten können an wenigen, aber umso wichtigeren Verbindungslinien noch verbessert werden, dies betrifft insbesondere die Zugänglichkeit des Hofes von den Stiegenhäusern, ebenso eine innerhalb des vorliegenden Entwurfsansatzes vorstellbare Großzügigkeit an der Kreuzung A. Hofer/Egger Lienz-straße, die dem grundsätzlich urbanen Ansatz der kommerziell genutzten Erdgeschoßzone auch entsprechen würde. Die Verkaufsflächen des erdgeschossigen Marktes erfahren durch die eingeschnitten Atrien eine wesentliche Aufwertung und werden so konzeptionell und bauplastisch mit den darüber liegenden Hofflächen verbunden. Für die aus solchen Freiräumansprüchen zu erwartenden Bepflanzungsmöglichkeiten sind die entsprechenden Voraussetzungen mit angemessen Erdkörpern und Überschüttungen zu schaffen. Die Situation der Zufahrten zur Anlieferung und zur Tiefgarage ist zu optimieren. Aus den Angaben zur Materialisierung und der Fassadengestaltung ist eine Haltung und Herangehensweise erkennbar, die eine homogene Architektursprache und eine einfühlsame Detailbearbeitung erwarten lässt. Die Anwendung desselben Grundmusters der Fassadengestaltung auch über die Schrägflächen wirkt dabei etwas einem formalen und in der Plandarstellung grafisch wirkenden Schematismus verpflichtet und wird in der konkreten Durchbildung an seine Grenzen stoßen, jedenfalls erheblicher Sorgfalt bedürfen. Eine den jeweils entstehenden Sondersituationen entsprechende Ausformung dieser Elemente kann den grundsätzlich schlichten und überzeugenden Duktus der Fassade in dieser Hinsicht noch bereichern.

Werkliste der Planer:

ARCHITEKTURB(R)AUEREI ZT GmbH, Innsbruck

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Ausschreibung Q2 Stadtleben Wilten (pdf, 233KB)
Juryprotokoll 1. Stufe Q2 Stadtleben Wilten (pdf, 415KB)
Juryprotokoll 2. Stufe Q2 Stadtleben Wilten (pdf, 305KB)
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