Mittwoch, 22.09.2021
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Entscheidungen | Büro- und Geschäftshaus Baulücke Salurner Straße 20, Innsbruck | Arch. DI Clemens Waldhart, Innsbruck

Arch. DI Clemens Waldhart, Innsbruck

1. Rang, Gewinner, Aufwandsentschädigung EUR 5.000,-

Kennnummer: 6
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Modellbild 1, Büro- und Geschäftshaus Baulücke Salurner Straße 20, Innsbruck, Waldhart


Modellbild 2, Büro- und Geschäftshaus Baulücke Salurner Straße 20, Innsbruck, Waldhart


Modellbild 3, Büro- und Geschäftshaus Baulücke Salurner Straße 20, Innsbruck, Waldhart


Plakat 1, Büro- und Geschäftshaus Baulücke Salurner Straße 20, Innsbruck, Waldhart (pdf, 4MB)
Plakat 2, Büro- und Geschäftshaus Baulücke Salurner Straße 20, Innsbruck, Waldhart (pdf, 3MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Die Baulücke zwischen dem barocken Palais Sarnthein und den zwei 70er-Jahre Gebäuden an der Salurner Straße wird mit einem 7-geschossigen Neubau ergänzt, welcher die Baugruppe östlich abschließt und zum Torbau und Palais einen gut bemessenen Abstand aufweist. Die Höhen und die Form des Neubaues schaffen ein gelungenes Ensemble im Zusammenspiel mit den nachbarschaftlichen Baukörpern an der Salurner Straße und der Kreuzung zur Maria-Theresien-Straße, wie das Hotel Serles, das Palais Sarnthein und die Triumphpforte. Eine Ausrichtung der Gebäudeflucht auf den Straßenraum könnte allerdings die Freistellung des Palais klären und die zusammengebaute Gruppe klarer dem Straßenraum zuordnen. Im Hofraum schmiegen sich an die nord-süd verlaufende Feuermauer ein 2-geschoßiges Gebäude sowie an der nördlichen Mauer ein 4-gschoßiges Gebäude an. Die gesamte Gebäudegruppe schafft einen gut dimensionierten und belichteten Hofraum im Bereich des Palais und respektiert ebenso die nachbarschaftlichen Belichtungsqualitäten des Gesamthofes mit dem Hotel Serles. Der vorgeschlagene hochstämmige Baum ergänzt die Raumqualität im neuen Ensemble und schafft eine wohltuende Atmosphäre für den neuen Hofraum. Die Typologie des Projektes sieht zwei Erschließungskerne vor und eine Verbindung zu den Erschließungen im bestehenden Palais. Das Verhältnis zwischen Nutzfläche und Erschließung sieht bei zwei Kernen eher ungünstig aus und die typologischen Möglichkeiten werden im nördlichen Gebäudetrakt durch die Lage des Kernes stark eingeschränkt. Das Projekt sieht im Erdgeschoß eine Parking-Einfahrt an der ostseitigen Feuermauer vor und nutzt die Räume zur Salurner Straße mit Geschäftsflächen. Eine effizientere Gestaltung des Erschließungskernes im Turm könnte bessere Verhältnisse zugunsten der Ladenflächen und den Nutzungen in den Obergeschoßen schaffen. Die Fassaden und deren Materialisierung gestalten sich als ein Spiel zwischen einer Loch- und einer Rasterfassade und stehen in einem interessanten Dialog mit den umgebenden Gebäuden. Insbesondere die mineralische Materialisierung sowie die plastische Tiefe der Fassade wird als gelungener Ansatz gesehen. Insgesamt würdigt die Jury dieses Projekt als einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung eines hochwertigen Ensembles an dieser städtebaulich markanten Stelle an der Triumphpforte. Die Stärken liegen in der ausgewogenen Komposition der Baukörper und Außenräume und in der gelungenen Gestaltung und Materialisierung der Fassaden, die Schwächen allerdings in den angesprochenen typologischen Details.

Optimierungsvorschläge:
Im Rahmen der städtebaulichen Setzung soll die Optimierung des Turms zur Salurner Straße hin untersucht werden. Durch Hinausschwenken der südwestlichen Kante könnte die Freistellung verbessert werden. Eine geringfügige Höhenanpassung nach oben, jedoch nicht die Schaffung eines zusätzlichen Geschosses, ist noch möglich (Verhältnis Traufhöhe zur Pension Serles differenzieren). Die Erschließungsflächen sind zu optimieren. Ein Zusammenfassen der Erschließungsflächen Nordtrakt/Bestand soll untersucht werden, die Anbindesituation zwischen Bestand und Neubau muss gestalterisch gelöst werden. Ein lichtdurchlässiger Baum im Hof soll vorgesehen werden.

Werkliste der Planer:

Arch. DI Clemens Waldhart, Innsbruck

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Ausschreibung Büro- und Geschäftshaus Baulücke Salurner Straße 20, Innsbruck (pdf, 2MB)
Juryprotokoll Büro- und Geschäftshaus Baulücke Salurner Straße 20, Innsbruck (pdf, 6MB)
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