Donnerstag, 23.09.2021
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ARCH+MORE ZT GmbH, Velden

1. Rang, Gewinner, Preisgeld EUR 9.000,-

Kennnummer: 13
Kennwort: 081475
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Modellbild


Plakat (pdf, 10MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Die Ausbildung der beiden Baukörper „Schulzubau“ sowie „Forum“ sind ident der ersten WB-Stufe, es habe sich jedoch die Geschoßgrundflächen – laut Vorgabe der Jury - vergrößert.
Die Funktionseinheiten Aula/Veranstaltungsraum, Klassen/Marktplatz sowie Musikschule sind im Neubau klar auf die Geschoßebenen KG, EG, 1,OG aufgeteilt. Die Anbindung zum Altbestand erfolgt wie bereits im Erstprojekt über einen Gang in den drei Geschoßen - dem Altbestand südseitig vorgebaut - und lässt den Altbestand in seiner vorhandenen Form bestehen.
Die Zonierungen im Schulgebäude werden zwiebelförmig aufgebaut: je 2 Klassen bilden mit dem Marktplatz einen Cluster, den Clustern sind die vorhandenen Aulen bzw. offene Lernzonen im 1. Obergeschoß des Neubaus vorgelagert. Als übergeordneter Raum bildet die zweigeschoßige Eingangszone letztlich die zentrale Kommunikationsfläche. Die zentrale Halle mit der Treppenanlage wirkt einem Amphitheater ähnlich in den davor liegenden Außenraum und erweist solcherart dem historischen Ort seine Referenz. Dieser stufenweise funktionale Aufbau mit seinen vielschichtigen Erlebnisräumen wird seitens der Jury sehr positiv hervorgehoben. Die Qualitäten dieses Entwurfes und die damit einhergehenden Nutzungsmöglichkeiten für den künftigen Schulalltag korrespondieren mit dem pädagogischen Konzept. Mit den Raumabfolgen und –zuschnitten entspricht der Wettbewerbsbeitrag den Anforderungen einer Schule der Zukunft mit Ganztagesnutzung.
Die Lage des kleinen Veranstaltungsraumes, welcher sich nach Süden zum Sportplatz öffnet, wird positiv bewertet. Die Verbindung zum Außenraum, mit Öffnung zu den Karawanken, lässt eine großzügigeWirkung erwarten, welche hier durch die geringe Raumhöhe geschmälert ist.Die fliesenden Raumübergänge im Erdgeschoß setzten sich über die zentrale Treppenanlage bis in die dahinterliegenden Räume fort. Neben der schulischen Nutzung kann die Aula sowie die Erdgeschoßzone in vielfältiger Form auch extern für Veranstaltungen genutzt werden.
Durch die großzügige Öffnung der Aula zum künftigen Ortsplatz hin wird dieser in den „bespielbaren“ Bereich der Schule mit einbezogen und erhält nordseitig zur Landesstraße nochmals einen intimen Nebenplatz, welcher durch einen intensiv bepflanzten, leichten Erdwall vom Straßenraum getrennt als Spielfläche genutzt werden kann.
Die Übergänge vom Platzniveau zur Sportfläche mit den Treppen und der Plattform auf Platzniveau entsprechen dem fließenden Konzept der Innenräume und fügen sich sanft in die bestehende Dorfstruktur.
Die Dimensionen der Freibereiche wirken angemessen und lassen belebte Bereiche durch die Nutzung der Schüler und Bewohner erwarten.
Der Bepflanzung südseitig der Landesstraße, im Bereich der Schule, entspricht eine Bepflanzung an der Nordseite, dem Platz gegenüber. Diese wirkt sowohl raumbildend für den Platz als auch im Strassenverlauf, womit eine Entschleunigung im Straßenverlauf bewirkt werden kann.
Die landschaftsgärtnerischen Maßnahmen lassen positive Auswirkungen auf die Lärmentwicklung des Durchzugsverkehrs erwarten und nehmen durch die großzügigen Begrünungen eine adäquate Gegenposition zu den anderen Wettbewerbsbeiträgen ein. Der Anteil an versiegelten Flächen wird in diesem Projekt gering gehalten.
Das Forumshaus bildet das Vis-a-Vis der Schule. Es öffnet sich mit seiner zentralen Halle zum Platz, ist leicht aus der Achse gedreht und schafft dadurch eine symphathische städtebauliche Raumsituation.
Die Lage des Bankinstituts an der Südwestseite sollte jedenfalls überdacht werden.
Die vorgeschlagene städtebauliche Lösung im westseitigen Bereich des Planungsgebietes setzt das Planungskonzept fließender Raumabfolgen weiter fort. Positiv wird eine Durchmischung der Nutzungen gesehen, wodurch es zu einer platzsparenden Stapelung von Wohn- und Verkaufsflächen kommt. Durch die Gestaltung wird auch das ehemalige Umspannwerk in eine Gesamtlösung eingebunden und nimmt so dem Turm seine Dominanz.

Werkliste der Planer:

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Juryprotokoll (pdf, 4MB)
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