Freitag, 03.12.2021
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Entscheidungen | Karl-Innerebner-Straße, Innsbruck | Consilio ZT GmbH, Schwaz

Consilio ZT GmbH, Schwaz

, Aufwandsentschädigung EUR 3.500,-

Kennnummer: 4
Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Nicole Wurzenberger
Dipl.-Ing. Martina Reiter
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Plan, Karl-Innerebner-Straße, Consilio (pdf, 3MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Das Projekt formuliert als städtebaulichen Ansatz zwei freistehende Volumina. Damit soll einerseits mit dem nördlichen Bauteil die Struktur entlang der Karl-Innerebner-Straße westseitig aufgegriffen werden, andererseits wird dadurch eine topografische Einbettung in die Hangsituation mit dem tieferliegenden südlichen Bauteil ermöglicht. Der nördliche Bauteil ruht mit dem EG + 2 OG auf einem erweiterten Sockel, in dem sich, im 1. UG platziert, die Kinderkrippe befindet. Straßenseitig befinden sich drei Zugänge, nämlich der Eingang zu den Wohnungen im Nordteil, der Eingang der Kinderkrippe und die Einfahrt zum Autolift, der in die TG führt. Vom Erdgeschoß führen Treppen und ein Lift in die darüber liegenden Wohnungen bzw. zur Kinderkrippe um 1.UG bzw. zur TG im 2.UG. Die Gruppenräume der Kinderkrippe sind nach Süden hin ausgerichtet. Der zugehörige Freibereich für die Kinderkrippe liegt vorgelagert den beiden Gruppenräumen zwischen den beiden Baukörpern. Im südlichen Baukörper befinden sich die Fahrradräume und sieben Wohnungen. Das gesamte Projekt wurde auf der Modulbauweise „purelivin“ basierend entworfen.
Während durch die Aufteilung der Kubatur in zwei voneinander losgelösten Baukörpern ein guter Umgang mit der Topografie gelingt und die Trennung der Baukörper insgesamt Beziehungen zwischen Ost und West ermöglicht, kann das Projekt aber insgesamt mit diesem Ansatz nicht überzeugen. Es wird ein neuer baulicher Typus formuliert, der in der näheren Umgebung keine Referenzen aufweist. Dadurch fehlt dem Projekt die notwendige städtebauliche Überzeugungskraft und verursacht stadträumliche Situationen, die mit geringen Qualitäten ausgestattet sind. In diesem Zusammenhang wird auf die Bedeutung des Nocksteigs verwiesen, der in dem vorliegenden Entwurf seine landschaftlichen Potentiale nicht entfalten kann und auch keine besondere Beziehung zum Projekt aufbauen kann. Der Nocksteig wirkt im Kontextes des Projekts als eher zufällig an diesem Ort übriggeblieben. Während die Wohnungsgrundrisse gute Lösungen aufzeigen, zeigt die Raumaufteilung und Nutzungsmöglichkeit der Kinderkrippe Schwächen auf. Die Schwächen für die Nutzung wurden in der Vorprüfung durch die ISD aufgezeigt und beschrieben.
Der entwerferische Ansatz in der Aufteilung der Kubatur in zwei voneinander losgelösten Baukörpern und der Umgang mit der Hangsituation ist ein sehr interessanter Zugang. Gleichzeitig kann das Projekt aber keine überzeugende städtebauliche Haltung aufzeigen. Seitens der Jury wird auch die architektonische Ausformulierung in Frage gestellt und kann insgesamt nicht überzeugen.

Werkliste der Planer:

Consilio ZT GmbH, Schwaz

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Ausschreibung Karl-Innerebner-Straße (pdf, 195KB)
Juryprotokoll, Karl-Innerebner-Straße (pdf, 296KB)
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