Montag, 26.07.2021
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KinderKunstLabor St. Pölten

Verfahrensprädikat: Ohne Kooperation mit der am Verfahrensort zuständigen Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
Verfahrensort:
Bundesland:
Staat:
Auftraggeber: Stadtgemeinde St. Pölten
Auftragsart: Generalplanerauftrag
Verfahrensart: Offener, einstufiger Realisierungswettbewerb im Oberschwellenbereich
Rechtsgrundlage: Bundesvergabegesetz BVergG 2018
Wettbewerbsordnung: Ja
Preisgeldsumme: EUR 40.000,- zuzügl. 20% Mwst.
Abgabetermin: 04.11.2020
Entscheidungstermin: 26. + 27.01.2021
Aufgabenstellung: Der Auslober sucht für das Bauvorhaben „KinderKunstLabor St. Pölten“ eine hervorragende Planungslösung. Der Realisierungswettbewerb erscheint dem Auslober als qualitätsbasiertes, projektorientiertes Auslobungsverfahren dazu besonders geeignet. Zweck des Wettbewerbes ist die Erlangung von baukünstlerischen und landschaftsplanerischen Vorentwürfen.
Absichtserklärung: Der Auftraggeber beabsichtigt nach Abschluss des Wettbewerbs, unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Preisgerichts, den Auftrag über die ausgeschriebenen Leistungen in einem Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung mit dem Wettbewerbsgewinner zu vergeben, sobald die dafür erforderlichen Beschlüsse vorliegen.

Siehe hiezu auch den informell beiliegenden Musterwerkvertrag des Landes Niederösterreich für Planer- und Konsulentenleistungen. Dieser ist mit der zuständigen Architektenkammer abgestimmt und stellt eine Verhandlungsgrundlage in den Auftragsverhandlungen dar.

An die Stelle des im Musterwerkvertrag bezeichneten „Auftraggebers Land Niederösterreich“ tritt für das gegenständliche Bauvorhaben der „Auftraggeber Stadt St. Pölten“. Sämtliche Bezugnahmen auf den Auftraggeber sind sinngemäß dahingehend zu verstehen. Die aktuelle Projektaufbauorganisation ist an die diesbezüglichen Festlegungen im Musterwerkvertrag angelehnt. Die Vertreter des Auftraggebers und die Besetzung der Projektleitung werden im Zuge der Auftragsverhandlungen bekannt gege-ben, bzw sind allfällige Unklarheiten im Rahmen der Auftragsverhandlungen auszuräumen.

Insbesondere ist geplant, folgende im Musterwerkvertrag angeführte Leistungen (sofern zur Realisierung des Wettbewerbsprojektes erforderlich) an den Wettbewerbsgewinner zu beauftragen:

- B.1 Architektur (Büroleistung)
- B.2 Örtliche Bauaufsicht (Architektur)
- B.3 Bauführer1
- B.4 Statisch-Konstruktive Bearbeitung und Herstellungsüberwachung
- B.5 Bauphysikalische Bearbeitung und Herstellungsüberwachung (insb Raumakustik, Schallschutz, Thermische Bearbeitung)
- B.6 Leistungen gem Bauarbeitenkoordinationsgesetz (BauKG)2
- B.7 Technische Gebäudeausrüstung (TGA-Planung und Fach-ÖBA)
- B.8 Brandschutzplanung
- B.11 Freiraum- und Freianlagenplanung und Herstellungsüberwachung
- B.12 Kulturtechnikplanungsleistungen und Herstellungsüberwachung
- B.16 Sonderplaner (sofern und soweit für die Realisierung der Wettbewerbsarbeit erforderlich)
- B.17 Generalplanerfunktion

Der Auftraggeber erklärt hiezu im Detail:

- Das Bauvorhaben umfasst die Herstellung der im Raumprogramm definierten Flächen im Rahmen des (maximalen) Budgets iHv Errichtungskosten gem ÖNORM B 1801-1 EUR 10,000 Mio zzgl USt (Kostenbasis 01.09.2018 (140,4408) vgl http://wko.at/Statistik/indizes/bki05.xls).

- Die neu zu gestaltende Parkanlage des „Altoona-Parks“, welche über die oben definierten Flä-chen hinausgeht, soll in enger Abstimmung und mit Unterstützung der Stadtgärtnerei und der Baudirektion (Geschäftsbereich V/6 des Magistrats der Stadt St. Pölten) umgesetzt werden. Das heißt, dass die Planung für diese Teilaufgabe jedenfalls dem Generalplaner beauftragt werden soll. Die Möglichkeiten der Umsetzung, sowie die tatsächlich zu beauftragenden Leis-tungen (zB Herstellungsüberwachung und Budgetverantwortung) sind – auf der Grundlage des Siegerprojekts – im Zuge der Auftragsverhandlungen zu klären.

- Die Verkehrslösung (insb die Errichtung eines Parkdecks, sowie damit verbundene Gestaltungsmaßnahmen) ist nicht Gegenstand des Wettbewerbs und werden die dafür erforderlichen Planer- und Konsulentenleistungen auch nicht beauftragt. Der Auftraggeber behält sich diesbezüglich explizit vor, falls ihm dies zielführend erscheint, dem künftigen Auftragnehmer über diese Planer- und Konsulentenleistungen einen Zusatzauftrag zu erteilen. Der Auftraggeber kann aber auch, ohne dies begründen zu müssen, diese Dienstleistungen in einem gesonderten Ver-fahren vergeben, oder – falls vergaberechtlich zulässig – direkt beauftragen.

- Dem Stellenwert des Projektes entsprechend, wird der Auftraggeber proaktive Öffentlichkeits-arbeit („partizipatorischer Prozess“) in einem noch zu konkretisierenden Ausmaß betreiben. Es wird erwartet, dass der künftige Auftragnehmer sich hier konstruktiv einbringt. In welchem Ausmaß und gegen welche Vergütung ist im Zuge der Auftragsverhandlungen zu klären.
- Die Grundausstattung des KinderKunstLabors ist in Abstimmung mit dem Auftraggeber so herzustellen, dass verschiedenste Bespielungen möglich sind. Ein wesentliches Augenmerk ist hier von Anfang an auf die Raumakustik zu legen! Die Gestaltung der (Erst-) Ausstellung ist nicht Teil des Auftrags.

Die Auftragsverhandlungen werden über den gesamten Auftragsinhalt geführt. Gegebenenfalls weichen die Vorgaben des Auftraggebers für die Projektrealisierung von den Vorgaben im Wettbewerb ab. Die Wettbewerbsteilnehmer akzeptieren, dass sie in diesem Fall ihren Wettbewerbsbeitrag abändern müs-sen.

Für den Fall, dass (derzeit unabsehbare) Ereignisse eintreten, welche eine wirtschaftliche Realisierung des Projektes vor Beauftragung und nach Auffassung des Auftraggebers in Frage stellen, besteht kein Rechtsanspruch der Wettbewerbsteilnehmer auf eine Beauftragung.

Für den Fall, dass (derzeit unabsehbare) Ereignisse eintreten, welche eine wirtschaftliche Realisierung des Projektes nach Beauftragung und nach Auffassung des Auftraggebers in Frage stellen, behält sich der Auftraggeber das Recht vor, vom Vertrag zurückzutreten und nach, bis zu diesem Zeitpunkt ange-fallenen tatsächlichen Kosten abzurechnen.

Der Auftraggeber behält sich vor, im Falle des Scheiterns der Auftragsverhandlungen mit dem nächstgereihten Wettbewerbsteilnehmer in Auftragsverhandlungen einzutreten.

Die Auftragsverhandlungen gelten in nachstehenden Fällen als gescheitert:

- Der Bieter weigert sich Empfehlungen des Preisgerichts in der weiteren Planung zu berücksichtigen.

- Der Bieter weigert sich, gegebenenfalls geänderte Vorgaben des Auftraggebers in der weiteren Planung zu berücksichtigen.

- Der Bieter weigert sich, die ausgeschriebene Leistung vollständig anzubieten.

- Das Honorarangebot des Bieters kann auch durch gegebenenfalls in den Verhandlungen dargelegte Erläuterungen – keinesfalls als angemessen angesehen werden.
Kontaktstelle: Amt der NÖ Landesregierung Abteilung Landeshochbau
E post.bd6@noel.gv.at
Verfahrensorganisator: Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Landeshochbau
Preisgericht: Arch. DI Bernhard Marte; DI Anna Detzlhofer; DI Josef Bichler, Amt der NÖ Landesregierung, Baudirektion; DI Jens DeBuck, Magistrat der Stadt St. Pölten, Stadtplanung; Mag. Hermann Dikowitsch, Amt der NÖ Landesregierung, Kultur, Wissenschaft und Unterricht; Mag. Albrecht Großberger, NÖ Kulturlandeshauptstadt St. Pölten GmbH; Mag. Alfred Kellner, PhD, Magistrat der Stadt St. Pölten, Kultur und Bildung
Auftragsverhandlung: Ja. Verhandlung mit dem/der GewinnerIn
Einpflegende Kammer: Wien, Nö, Bgld
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1. Rang, Gewinner, 1. Preis , EUR 13.333,-
Schenker Salvi Weber Architekten ZT GmbH

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Die hier zum Download bereit- gestellten Auslobungsunterlagen dienen nur der Erstinformation. Von einer Teilnahme am Wettbewerb oder Verfahren nur auf Basis der hier verfügbaren Unterlagen wird ausdrücklich abgeraten. Die aktuellen und letztgültigen Unterlagen erhalten Sie ausschließlich vom Auslober oder Verfahrensorganisator - häufig durch Registrierung auf einem entsprechenden Online-Portal. Bezüglich allfälliger in den Unterlagen enthaltener Karten der Firma Freytag-Berndt Artaria KG besteht eine gültige Lizenzvereinbarung mit der Bundeskammer für die Verwendung auf diesem Wettbewerbsportal.
EU-Bekanntmachung (pdf, 89KB)
Protokoll der Sitzung des Preisgerichts vom 26. + 27.01.2021 (pdf, 4MB)
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