Mittwoch, 23.06.2021
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Johannes Daniel Michel Generalplaner GmbH & Co KG, Ludwigsburg

1. Rang, Gewinner

Kennnummer: 82
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Modellfoto 1


Modellfoto 2



Modellfoto 1 (jpg, 2MB)
Modellfoto 2 (jpg, 2MB)
Erläuterungsbericht (pdf, 52KB)
Plan 1 (pdf, 405KB)
Plan 2 (pdf, 130KB)

Bewertung des Preisgerichts:

Wie in der Mehrzahl der Vorschläge, positioniert auch dieses Projekt das Pflegehaus an der Strasse und das betreute Wohnen im Norden mit Bezug zum Pausenplatz der Schule. Die Logik dieser Organisation wird hier allerdings in einem höheren Maße, wie in vergleichbaren Vorschlägen, durch eine städtebaulich weniger schematische, damit entspanntere Positionierung, Dimensionierung und Proportionierung bestätigt. Es entsteht im Zusammenspiel mit dem Heizwerk ein Ensemble eigenständiger und gleichgewichteter Solitäre, sowie präzise ausformulierter Freiräume, die der
ländlichen Situation gerecht werden. Ausgehend von einem gedeckten Vor- und Eingangsbereich, welcher die angestrebte
Kommunikationszone schafft, werden die Bewohner und Besucher in einen dreiseitig offenen, leicht orientierbare Kommunikations- und Verteilerzone geführt. Die Lage der Kapelle erscheint ideal, die
Position von Foyer und Cafe beim Eingang und im Süden wesentlich wünschenswerter. Der zweite Zugang von Westen wertet den vorgeschlagenen Foyerbereich ab, verunklärt die Eindeutigkeit und wäre verzichtbar. Ausdrücklich gewürdigt werden Lage und Integration der Tiefgarageabfahrt und der Anlieferung. Der
Vorschlag für die Pflegegruppen erscheint der Jury unter den relevanten Aspekte ideal: maximale Übersichtlichkeit, kürzeste Wege, attraktive Gemeinschaftszonen mit Orientierung gegen Süden, Osten und Norden (Blick zu Kirche und Dorfzentrum) und ein poetisches Raumkontinuum, welches ein hohes Maß an Ökonomie mit viel Differenziertheit und Erlebniswert verbindet. Durch das 20m weite Abrücken des Gebäudes vom Heizwerk sind auch die westorientierten Wohnbereiche gut vertretbar. Dem Wunsch
der Heimleitung den Pflegestützpunkt zurückhaltender zu gestalten kann einfach entsprochen werden. Vergleichbares gilt für das Haus für das betreute Wohnen. Attraktiv erreichbar, sind mit einfachsten
Mitteln alle idealen Bedingungen geschaffen: Eine bewohnbare Verteiler- und Kommunikationszone mit Orientierung gegen Süden, Osten und Norden, mit Blick auf das Ortszentrum, sowie westorientierte Wohnungen in einem Baukörper, der den Schulhof in angemessenster Weise fasst. Die Fassaden wirken insgesamt etwas zu schematisch und zu wenig spezifisch. Insgesamt hält das
Projekt ein Angebot bereit, welches den Erwartungen an einen Wettbewerb zur Gänze entspricht. Den aktuellen Erkenntnissen der Altenpflege und Betreuung wird gleichermaßen entsprochen, wie den
ortsbaulichen Bedingungen des „vordörflichen“ Mischgebiets.
Der Gemeinde wird für ein lieb gewordenes, tragisch ausgelöschtes und tief verankertes Heim eine würdige Nachfolge geschaffen mit hohem Potential sich gleichermaßen zu verwurzeln. Die Jury empfiehlt einstimmig das Projekt Nr. 82 zur Weiterbearbeitung.
Dabei soll der Foyer-Cafebereich in den Süden, zu Strasse und Eingang rücken. Auf den westseitigen Zugang kann im Interesse der Tagesbetreuung verzichtet werden. In den Pflegegeschossen ist der Rundlauf um den Versorgungsblock etwas zu attraktiveren, während
der Pflegestützpunkt etwas beiläufiger zu platzieren ist.
Beim betreuten Wohnen sollte eine Aufwertung der Südfassade (Veranda/Schopf, etc.) untersucht werden, um eventuell gleichzeitig eine Erschließung der 1. Wohnung direkt aus dem Eingangsbereich
zu verhindern. Die Jury wünscht sich eine Präzisierung in Richtung einer warmen und wohnlichen Atmosphäre und wünscht sich mit Bezug auf die regionale Tradition die Prüfung einer Realisierung als Holzbau. Die Jury erklärt sich bei Bedarf zur weiteren Projektunterstützung bereit.

Werkliste der Planer:

Johannes Daniel Michel Generalplaner GmbH & Co KG, Ludwigsburg

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Ausschreibung (pdf, 2MB)
Juryprotokoll und Verfasserliste (pdf, 218KB)
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