Mittwoch, 12.05.2021
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Realisierungen | Erweiterung Bundesgymnasium Realschulstraße, Dornbirn | Arch. DI Ute Wimmer-Armellini und Arch. DI Peter Wimmer, Bregenz

Arch. DI Ute Wimmer-Armellini und Arch. DI Peter Wimmer, Bregenz

1. Rang, Gewinner, Aufwandsentschädigung EUR 4.000,-

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Blatt 1


Blatt 1 (pdf, 10MB)
Blatt 2 (pdf, 12MB)

Bewertung des Preisgerichts:

Dem Projekt gelingt es, der schwer zu kompensierenden volumetrischen Dominanz des Altbaus eine eigenständige, jedoch aus den komplexen Sachverhalten der örtlichen Situtation, abgeleitete bauplastische Komposition entgegen zu stellen, die „sich selbst erklärend“ eben den Bestand ergänzt, weiterführt, und sich in die Maßstäblichkeit der Umgebung angemessen einfügt. Hofseitig ist der Turnsaal dem Bestandsobjekt vorgelegt, und soweit abgesenkt, dass auf dessen Eindeckung der Erdgeschosszone des Altbaus eine großzügige Terrasse als Pausen- und Sportfläche vorgelagert wird.
Von diesem erhöhten Niveau ergibt sich ein guter Überblick auf das davorliegende Spielfeld. Die klare Geometrie dieser Terrasse gibt der Schulanlage eine neue konzeptionelle und identitätsstiftende Mitte, um die herum sich die weiteren Baukörper der zusätzlichen Klassen und Funktionsräume ansteigend entwickeln. Die sich solcherart unprätentiös gestaffelt aufbauenden Baukörper verwachsen so mit der Topographie und treten mit der historischen Substanz in keine formale Konkurrenz. Im Altbau werden die Gänge jeweils in beiden Gebäudeschenkeln zu großzügigen zum Hof (und zur neuen Terrasse) hin orientierten Pausenhallen erweitert. Umso wichtiger wird daher auf Grund der gegebenen Draufsicht die sorgfälltige Bearbeitung der Dachflächen. Der besondere Mehrwert dieses räumlich plastisch gedachten Entwurfes besteht in zahlreichen Bezügen, sowohl intern, wie auch in solchen zum Außenraum. Die Kaskadentreppe des Neubauteiles verknüpft die terrassiert gestaffelten Ebenen bis hin zum tiefgelegten Turnsaal. Seitlich dieser Erschließungswege öffnen sich reizvolle Blicke in einen kleinen Vorgartenhof, unmittelbar gegenüber in den Turnsaal. Räumlich komplex gestaltet sich die Anlage einer Besuchergalerie zwischen dem Turnsaal und dem Atbau – ein Element, das eine schlüssige Anknüpfung an den westlichen Turnsaaltrakt bietet. Über das, über dieser Galerie vorgesehene Oberlicht ist eine beidseitige Belichtung des Turnsaales gegeben. Das Projekt geht sparsam mit seiner Baumasse um, und bleibt – nicht zuletzt durch das Tieferlegen – gegenüber der Nachbarschaft bescheiden. Die überzeugende topographische Einbindung erfordert keine kompositorische Anstrengungen der
Fassadengestaltung, und erlaubt diese an den Umgebungsbezügen auszurichten. Ihre klare Struktur gibt jedoch eindeutig die Anmutung einer einladenden Schule.

Empfehlungen:
- erdgeschossig sollte eine gedeckte Verbindung zwischen den beiden Baukörpern, bzw. den Funktionen „Pausenhalle“, und „Speiseraum“geschaffen werden,
- durch geringe Maßänderungen sind Klassenzuschnitte im Neubau leicht zu verändern (Standardeinrichtung),
- die vorgeschlagene Zuschauergalerie zum Turnsaal ist kostenmäßig zu untersuchen (Fundamenthöhen Altbau),
- in der Fassadengestaltung ist auf interne Bedürfnisse in den Klassenräumen Rücksicht zu nehmen (Parapet).

Werkliste der Planer:

Arch. DI Ute Wimmer-Armellini und Arch. DI Peter Wimmer, Bregenz

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